Grundlegende Informationen
Name: Toyofuku Aso Jinja (豊福阿蘇神社)
Ort: 503 Toyofuku, Matsubase-machi, Uki-shi, Präfektur Kumamoto
Verehrte kami: Aso Juni Jin (die Zwölf Aso-kami), Hachiman Okami
Gründung: Eisho 2 (1047)
Anreise: Ca. 10 Minuten mit dem Auto vom JR Matsubase Bahnhof (Kagoshima-Hauptlinie). Ca. 5 Minuten von der Autobahnausfahrt Matsubase IC (Kyushu-Autobahn).
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In Uki City, Präfektur Kumamoto, entlang der „Satsuma Kaido“, die einst Kyushu von Norden nach Süden durchquerte, liegt ein jinja, das eine Stille ausstrahlt, als wäre die Zeit stehen geblieben. Dies ist der Toyofuku Aso Jinja. Dieser Ort ist weit mehr als nur ein regionaler ujigami-sama (Schutzgott der Gemeinde); er birgt einen geheimnisvollen Reiz, der von den Wirren der Sengoku-Zeit über Legenden von Riesen bis hin zu modernen Anime-Fans reicht.
Der „Herr des Waldes“, der seit 1.100 Jahren die Zeit zählt: Ein riesiger heiliger Baum (Shinboku)
Wenn man das Gelände betritt, wird man zuerst von einem riesigen Kampferbaum (Kusunoki) überwältigt, dessen Alter auf über 1.100 Jahre geschätzt wird. Er ist etwa 45 Meter hoch, hat einen Stammumfang von rund 18 Metern, und seine Äste scheinen den Himmel zu bedecken.
Dieser Baum hat seine Wurzeln in diesem Land schon vor der Gründung des jinja geschlagen und die gesamte Geschichte des Schreins miterlebt. Seine überwältigende Lebenskraft strahlt eine solche spirituelle Aura aus, dass Besucher das Gefühl haben, „hier ist etwas Besonderes präsent“.
Der geheimnisvolle Schutzgott „Yagoro-san“ und das Mysterium der Riesen
Zu beiden Seiten des Sando (Zugangsweg) sind in kleinen Schreinen Schutzgottheiten namens „Yagoro-san“ (弥五郎さん) verankert.
Yagoro bezieht sich auf „Yagorodon“, einen legendären Riesen aus Südküshu (Miyazaki und Kagoshima). Warum ist die Legende dieses außergewöhnlichen Riesen, der auf Bergen saß und sein Gesicht im Meer wusch, ausgerechnet hier in Uki verwurzelt?
Tatsächlich wurde dieses jinja ursprünglich als „Hachiman-gu“ (Hachiman-Schrein) gegründet. Yagorodon hat eine Funktion als zuishin (Leibwächter) von Hachiman-sama, und es wird angenommen, dass dieser Glaube über die Satsuma Kaido in diese Gegend gelangte. Dieser „Yagoro-san“ wird als Krieger mit großen und kleinen Schwertern an der Hüfte dargestellt und beschützt bis heute still und leise das heilige Gelände.
Der verschwundene „Hachiman“ und der Machtkampf mit „Aso“
Wenn man die Geschichte des jinja entschlüsselt, zeigt sich ein interessantes „Wechselspiel der kami“.
Bei der Gründung wurde Hachiman-kami durch den Regenten Fujiwara no Yorimichi (oder Michitaka) verehrt. Doch in der Kamakura-Zeit, als dieses Gebiet unter den Einfluss des Aso-Clans geriet, wurden zwei jinja, das Aso Jinja und das Kosa Jinja, zusammengeführt (gōshi).
Im Laufe der Jahre verblasste der Schatten von Hachiman-kami, dem ursprünglichen Haupt-kami, allmählich, und der Einfluss des Aso Jinja wurde stärker. Die heute noch angebrachte Tafel mit der Aufschrift „Aso Sangu“ (Drei Aso-Schreine) ist ein Überbleibsel dieser Geschichte.
Seichijunrei (Pilgerreise zu heiligen Orten): Auf den Spuren der Atmosphäre von „Natsume Yuujinchou“
Der Toyofuku Aso Jinja ist bei Fans des beliebten Animes Natsume Yuujinchou als ein versteckter „Atmosphäre-Seichijunrei“ (Ort der Anime-Pilgerreise) bekannt.
Obwohl die Haupthandlung des Werkes in der Region Hitoyoshi-Kuma spielt, wird angenommen, dass die Landschaften alter Shinto-Schreine und buddhistischer Tempel in der Präfektur als Inspirationsquelle dienten, da die Autorin, Yuki Midorikawa-sensei, aus der Präfektur Kumamoto stammt.
Besonders die moosbewachsenen Steinmauern, das alte Torii und der riesige Baum mit seiner überwältigenden Präsenz in diesem jinja verkörpern genau die „Welt, in der Ayakashi (Yokai) lauern könnten“. Spaziert man durch das Gelände und lauscht dem Wind in der Stille, kann man der Illusion erliegen, dass Takashi Natsume oder Nyanko-sensei direkt nebenan sind.
Verborgene Highlights: Komainu mit Stoßzähnen und die Drei Affen
Auf dem Gelände sind weitere geheimnisvolle Details verteilt, wie die „schlanken Komainu mit langen Stoßzähnen“, die 1933 (Showa 8) gestiftet wurden, oder Steinstatuen der „Drei Affen“ (Nichts sehen, nichts sagen, nichts hören), die in Schreinen vom Typ Aso selten sind.
Der Toyofuku Aso Jinja, der einst als Schutzgott der Burg Toyofuku die Gebete der Samurai-Krieger empfing und während der Edo-Zeit die Sankin-kotai (Pflicht, abwechselnd in der Hauptstadt zu residieren) des Satsuma-Han begleitete. Tauchen Sie ein in das Geheimnis von Geschichte und Legende, während Sie das Sonnenlicht genießen, das durch die Blätter der riesigen Bäume fällt.
Weiterführende Links / Referenzen
[1] 阿蘇十二神 – 九州の神社
[2] 豊福阿蘇神社 薩摩街道沿いに鎮座するオオクスの神社│Harada Office Weblog
[3] 肥後国神名帳令和版 熊本の神社を一覧表にしてわかったこと│Harada Office Weblog
[4] 娑婆神峠 歴史上2度の激戦が繰り広げられた薩摩街道の難所│Harada Office Weblog
[5] アニメの舞台になった日本の名所を巡る旅!聖地巡礼おすすめガイド | WoW! Japan Fun
