In Mihara-ku, Sakai-shi, Präfektur Osaka, in einem Gebiet, das einst zur Provinz Kawachi gehörte, liegt ein Ort namens Owai (大饗), der auch für seinen schwer lesbaren Namen bekannt ist. An diesem Ort thront die Yasaka Jinja, unauffällig, doch mit einer unverkennbaren Präsenz. Auf den ersten Blick mag sie wie ein ruhiger, in der Region verwurzelter Schrein wirken, doch entschlüsselt man ihre Geschichte, so offenbart sich eine großartige Episode, die mit einem Kaiser des alten Japan verbunden ist.
Grundlegende Informationen
Name: Yasaka Jinja
Standort: 443 Owai, Mihara-ku, Sakai-shi, Osaka
Hauptgott (Gozusaijin): Susanoo-no-Mikoto
Anreise: Ca. 20 Gehminuten vom Bahnhof Hagiwaratenjin der Nankai Koya Linie, oder Ausstieg an der Bushaltestelle Owai mit dem Kintetsu Bus.
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Das Geheimnis des Ortsnamens: Warum heißt es Owai (大饗)?
Unabdingbar, wenn man über diese Jinja spricht, ist der geheimnisvolle Ortsname ihres Standortes: Owai. Dieser Name, der „ōki na ae“ (großes Bankett), also „prächtiges Festmahl“ bedeutet, birgt eine Legende, die mit Kaiser Nintoku verbunden ist.
Der Überlieferung zufolge soll Kaiser Nintoku einst bei einem Besuch dieses Ortes (oder bei der Inspektion eines Teichdamms) von den Einheimischen herzlich willkommen geheißen worden sein. Sie boten ihm ein prunkvolles Mahl an und veranstalteten ein „Ōae“ (großes Festmahl/prächtige Bewirtung). Gerührt von diesem Ereignis, soll der Kaiser den Ort „Ōae“ genannt haben, was den Ursprung des Namens markiert.
Die Yasaka Jinja wurde seit alters her von den Menschen der Region als Schutzgott des Landes verehrt, wo die Erinnerung an solch eine „herausragende Gastfreundschaft“ bewahrt wird.
Der Gozu Tenno und der Gion-san Kult
Diese Yasaka Jinja war, ähnlich wie die Yasaka Jinja in Kyoto, einst als Heiligtum bekannt, das Gozu Tenno verehrte. Lokal wird sie auch heute noch liebevoll „Gion-san“ genannt.
Da Susanoo-no-Mikoto der Hauptgott ist, wird der Jinja eine sehr starke Wirkung bei der Abwehr von Unglück und der Vertreibung von Seuchen zugeschrieben. Es heißt, dass viele Menschen an diesem Ort Gebete darbrachten, als einst in dieser Region eine Krankheit grassierte.
Sehenswürdigkeiten auf dem Gelände und „Hintergrundgeschichten“
Das Gelände ist sehr ruhig, und sobald man es betritt, scheint der Lärm der umliegenden Wohngegend wie von Zauberhand zu verschwinden.
Historische Komainu: Die Komainu (Wächterlöwen), die auf dem Gelände thronen, sind zwar über die Jahre hinweg verwittert, doch gerade das verleiht ihnen eine besondere Würde, die besagt: „Wir haben diesen Ort seit jeher beschützt.“
Die Leidenschaft des Danjiri-Festes: Obwohl der Jinja normalerweise ruhig ist, ändert sich das in der Zeit des Herbstfestes (Danjiri-Fest von Mihara-ku) drastisch. Wenn die Danjiri-Wagen aus dem Owai-Gebiet das Heiligtum betreten (Miyairi), wird das stille Gelände von einem Wirbelsturm der Begeisterung erfasst. Dieser Kontrast zwischen „Stille“ und „Bewegung“ ist ebenfalls einer der Reize dieses Jinja.
Tipps für Ihren Besuch
Die Yasaka Jinja (Owai) ist kein großes, touristisches Heiligtum. Doch die Tatsache, dass die „Gastfreundschaft“, die Kaiser Nintoku einst erfuhr, noch heute im Ortsnamen weiterlebt, verleiht ihr eine unwiderstehliche Romantik für Geschichtsliebhaber.
In der Nähe befinden sich auch weitere historische Stätten wie der Kofun Kurohimeyama, daher empfiehlt es sich, den Besuch als Teil einer Route zu planen, um die alte Kawachi-Kultur zu erleben.
Obwohl es keine aufwendigen Verzierungen gibt, atmen hier zweifellos die Gebete der Menschen seit der Antike und eine stolze Geschichte, die selbst einen Kaiser bewirtete. Besuchen Sie diesen Ort unbedingt, wenn Sie in Ruhe zu sich selbst finden oder über die Mysterien der Geschichte nachdenken möchten.
Verwandte Links / Referenzen:
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