Ichinomiya der Provinz Kawachi: Die Wurzeln des Kasuga Taisha in Nara!? Das Geheimnis des Hiraoka Jinja, auch bekannt als ‚Motokasuga‘ (das ursprüngliche Kasuga), und seine urkomischen Shinto-Rituale.

Das Hiraoka Jinja liegt in Higashiosaka, Präfektur Osaka, am Fuße des Berges Ikoma. Es war einst das angesehenste ‚Ichinomiya‘ (erster Schrein) der ehemaligen Provinz Kawachi. Seine Gründung soll bis vor die Inthronisierung des ersten Kaisers Jimmu zurückreichen, was es zu einem altehrwürdigen Schrein mit über 2600 Jahren Geschichte macht.

Doch die wahre Besonderheit dieses Schreins liegt nicht nur in seiner langen Geschichte. Tatsächlich birgt er eine Fülle von Geheimnissen und Geschichten, die nur Eingeweihten bekannt sind: die überraschende Tatsache, dass er die Wurzel des Weltkulturerbes Kasuga Taisha in Nara ist, oder das ‚Warau Shinji‘ (Lachritual), das als das einzigartigste Japans gilt.

Grundlegende Informationen
Adresse: Izumoicho 7-16, Higashiosaka, Präfektur Osaka
Hauptverehrte Kami: Amenokoyane-no-Mikoto, Hime-no-Mikami, Futsunushi-no-Mikoto, Takemikazuchi-no-Mikoto
Schreinrang: Ichinomiya der Provinz Kawachi, ehemals Kanpei Taisha

1. Hier war der ‚Ursprung‘ des Kasuga Taisha in Nara! Das Mysterium von ‚Moto-Kasuga‘
Wer über das Hiraoka Jinja spricht, kommt am Beinamen ‚Moto-Kasuga‘ (Ur-Kasuga) nicht vorbei.
Der Kasuga Taisha in Nara ist bekannt als der Schutzgott des Fujiwara-Clans. Doch tatsächlich soll seine Gründung damit begonnen haben, dass die beiden Haupt-Kami des Hiraoka Jinja, Amenokoyane-no-Mikoto und Hime-no-Mikami, in einer ‚bunshi‘ (Teilung und Verehrung des Kami-Geistes) dorthin überführt wurden.
Das bedeutet, dass das ‚Original‘ des Kasuga Taisha hier im Hiraoka Jinja zu finden ist. Auf dem Schreingelände stehen wie auch im Kasuga Taisha Hirschstatuen (Nade-shika, streichelnde Hirsche), die als Boten der Kami gelten und die tiefe Verbindung zu Nara bis heute vermitteln.

2. 20 Minuten lang ununterbrochen lachen?! Das legendäre ‚Warau Shinji‘
Am bekanntesten im Hiraoka Jinja ist das ‚Shimekake Shinji‘, allgemein bekannt als ‚Warau Shinji‘ (Lachritual), das jedes Jahr am 23. Dezember stattfindet.
Dieses Ritual basiert auf der Episode der ‚Ama-no-Iwato-Biraki‘ (Öffnung der Himmelshöhle) aus der japanischen Mythologie. Es stellt die Legende nach, in der die Yaoyorozu-no-Kami (acht Millionen Kami) lauthals lachten, um Amaterasu Omikami, die sich in der Felsenhöhle versteckt hatte, hervorzulocken.
Früher wurde es nur von Priestern durchgeführt, doch heute können auch normale Besucher teilnehmen. Unter der Führung des Kannushi (Oberpriesters) mit einem lauten ‚Ah-hah-hah!‘ lachen alle Teilnehmer 20 Minuten lang ununterbrochen. Dieses Ritual, das durch Lachen die bösen Geister des Jahres vertreibt und die Kraft der Sonne wiederherstellt, ist eine wahrhaft kraftvolle Zeremonie, die den Spruch ‚Lachen bringt Glück ins Haus‘ verkörpert.

3. Eine unheimlich hohe Trefferquote? Die Geschichte hinter dem ‚Kayuura Shinji‘ (Brei-Wahrsageritual)
Das ‚Kayuura Shinji‘ (Brei-Wahrsageritual), das jedes Jahr am 11. Januar stattfindet, ist ein besonderes Wahrsageritual, das auch als immaterielles Volkskulturgut der Präfektur Osaka ausgewiesen ist.
In einem großen Kessel wird Adzukibohnenbrei gekocht, und Bambusröhren, auf denen die Namen von 53 verschiedenen Feldfrüchten stehen, werden hineingelegt. Die Menge des Breis, die in die Röhren gelangt, sagt die Ernte des Jahres voraus (gut oder schlecht).
Zusätzlich werden 12 Eichenzweige verbrannt, und der Grad der Verkohlung sagt das Wetter für die 12 Monate voraus. Dies gilt bei den Einheimischen als ‚erschreckend zutreffend‘. Nicht nur Bauern, sondern auch viele andere Menschen beachten es noch heute als Indikator für das Glück des Jahres.

4. Eine der größten und beeindruckendsten Veranstaltungen Japans! Das Akisato Matsuri mit tanzenden ‚Futon Daiko‘
Das ‚Akisato Matsuri‘ (Herbstfest), das im Oktober stattfindet, ist eine weitere Facette des Hiraoka Jinja.
Der Anblick von 23 riesigen ‚Futon Daiko‘ (Futon-Trommelwagen), die den Schrein betreten, ist überwältigend; ihr Ausmaß soll das größte in Japan sein. Wenn Männer die etwa 2 Tonnen schweren und 5 Meter hohen Trommelwagen auf den Schultern tragen und durch den Sando (Schreinzugang) ziehen, verwandelt sich der sonst so ruhige Schreinhain in einen Wirbel der Begeisterung – es ist das größte Ereignis in Higashiosaka.

5. Pilgerreise zum heiligen Berg ‚Kamitsudake‘
Obwohl sich die heutigen Schreingebäude am Fuße des Berges befinden, liegt der ‚Hon-gu‘ (ursprünglicher Schrein), wo die Kami einst herabgestiegen sein sollen, weiter oben auf dem Berg ‚Kamitsudake‘.
Dieser Ort wird noch heute als ‚uraltes Heiligtum‘ bewahrt. Nach einer etwa 30-minütigen Wanderung auf dem Pfad erreichen Sie einen mystischen Ort, der an antike Kultstätten erinnert. Der atemberaubende Blick von hier auf die Osaka-Ebene scheint zu erzählen, warum die Kami diesen Ort einst erwählten.

Das Hiraoka Jinja ist nicht nur ein alter Schrein, sondern ein geheimnisvoller Ort, an dem sich Mythologie und das Lächeln der Gegenwart begegnen. Bevor Sie den Kasuga Taisha in Nara besuchen, sollten Sie unbedingt diesen Ort, seine ‚Wurzeln‘, aufsuchen und gemeinsam mit den Kami von Herzen lachen.

Verwandte Links / Referenzen
[1] ‚Moto-Kasuga‘ genannt: Kawachi-no-Kuni Ichinomiya Hiraoka Jinja TOMO Genshin Official Store
[2] Einer der ältesten Schreine Japans, das Hiraoka Jinja mit dem ‚Warai Shinji‘ / Kultur Vol.39 Ee-yan! Osaka Shotengai Sonderseite | Osaka Prefecture Shopping Street Charme Entdeckungs-Website
[3] Hon-gu und Hauptschreingebäude mit dem Kannushi erkunden | Hiraoka Jinja (Kawachi-no-Kuni Ichinomiya Das alte Heiligtum)

Von ando