Den Fuji von Shinshū (Berg Ariake) bewundernd: Die Ariakeyama Jinja – ein Schrein von skulpturaler Schönheit und Legenden.

Der Ariakeyama Jinja (A-ri-a-ke-ya-ma Jinja), der sich in Azumino, Präfektur Nagano, befindet, ist ein alter Shinto-Schrein des Bergkultes, der den Ariakeyama (2.268 m), einen berühmten Gipfel der Nordalpen, als Goshintai (heiliges Objekt der Verehrung) hat. Aufgrund seiner Schönheit und tiefen Geschichte zieht dieser Jinja unzählige Pilger und Bergsteiger an. Wir stellen Ihnen die Attraktionen dieses Schreins vor.

Grundlegende Informationen
Standort: 7271 Hodaka-Ariake, Azumino, Präfektur Nagano (Satomiya)
Verehrte Kami: Ameno-tajikarao-no-mikoto, Yagokoro-omoikane-no-mikoto, Ōnamuchi-no-mikoto und andere
Goshintai: Ariakeyama (auch bekannt als Shinano-Fuji)
Besonderheiten: Es gibt einen Satomiya (Unterschrein) am Fuße des Berges und einen Okumiya (Oberschrein) auf dem Gipfel des Ariakeyama.

Prächtige und farbenfrohe Schnitzereien, die als ‚Nikkō von Shinshū‘ bezeichnet werden
Die größte Attraktion des Ariakeyama Jinja ist das Yūmeimon (Yū-mei-mon), das im Meiji 35 (1902) errichtet wurde. Es wurde nach dem Yōmeimon des Nikkō Tōshō-gū modelliert und erhielt daher seinen Namen. Es ist auch als ‚Shinano Yōmeimon‘ bekannt.
Dieses Tor ist mit einer beeindruckenden Reihe von Schnitzereien von Shimizu Torakichi verziert, einem Bildhauer der renommierten Tachikawa-Schule, die seit der Edo-Zeit besteht. Jedes Detail ist kunstvoll gestaltet, von den zwölf Tierkreiszeichen über Figuren, die die ‚Vierundzwanzig Beispiele kindlicher Pietät‘ aus China darstellen, bis hin zu einer ‚Me-neko‘ (wachsamen Katze), die an die ‚Nemuri-neko‘ (schlafende Katze) von Nikkō erinnert. Auch das Chōzuya (Reinigungspavillon) ist mit aufwendigen Schnitzereien von Hida-Handwerkern verziert, was diesen Ort zu einem Highlight für Liebhaber architektonischer Schönheit macht.

Ein Held von Azumino oder ein furchterregender Oni? Die Legende vom Hachimen Daio
Rund um diesen Jinja lebt eine der berühmtesten Legenden Azuminos: die vom Gishiki Hachimen Daio (Gi-shi-ki Ha-chi-men Dai-ō).
Der Legende nach gab es einst einen Oni (Dämon oder Banditen) namens Hachimen Daio, der vom Ariakeyama aus die Dorfbewohner plagte. Sakanoue no Tamuramaro wurde entsandt, um ihn zu besiegen, doch der Daio war so stark, dass er schwer zu fällen war. Schließlich, so heißt es, wurde er nach einer göttlichen Botschaft der Kannon (Göttin der Barmherzigkeit) von einem Pfeil, der aus dem Schwanz eines Bergfasans gefertigt war, durchbohrt.
Aus Furcht vor der Wiederauferstehung des Daio durch seine magischen Kräfte zerstückelte Tamuramaro seinen Leichnam und vergrub ihn an verschiedenen Orten in Azumino. Nahe dem Ariakeyama Jinja befindet sich die ‚Iwaya des Gishiki‘ (Gishiki no Iwaya), eine Höhle, in der der Daio sich verschanzt haben soll und die noch heute eine eigentümliche, unheimliche Aura verströmt. Es gibt jedoch auch die Theorie, dass der Daio in Wirklichkeit ein lokaler Held war, der sich der Herrschaft des kaiserlichen Hofes widersetzte, was dieser Geschichte eine romantische Seite verleiht und die verborgenen Aspekte der Geschichte beleuchtet.

Ist die Ama-no-Iwato hergeflogen? Eine überraschende Berggötter-Mythologie
Eine großartige Mythologie ist auch mit Ameno-tajikarao-no-mikoto, einem der verehrten Kami, verbunden. Die Legende besagt, dass, als Ameno-tajikarao-no-mikoto die Ama-no-Iwato (Himmelshöhle), in der Amaterasu Ōmikami sich versteckt hatte, mit roher Kraft wegschleuderte, ein Teil davon herbeiflog und sich zu dem Berg Ariakeyama auftürmte. Aus diesem Grund wird der Ariakeyama seit alters her als mächtiger Kraftort verehrt.

Testen Sie Ihr Glück! Der ‚Stein des Glücks und des Wohlstands‘
Auf dem Schreingelände befindet sich ein großer Stein mit einem quadratischen Loch, der ‚Kaiun Shōfuku no Ishi‘ (Stein des Glücks und des Wohlstands) genannt wird. Es heißt, dass das Durchkriechen dieses Lochs Glück bringt, was es zu einem beliebten Erlebnis für Besucher macht. Das Loch ist überraschend eng, daher ist Vorsicht geboten, um Verletzungen zu vermeiden, wenn man es versucht. Aber das Gefühl der Leistung danach ist umso größer!

Anime-Wallfahrt: Den Wurzeln von ‚Ushio und Tora‘ folgen
Der Ariakeyama Jinja und seine Umgebung sind ein unverzichtbarer Pilgerort für Fans des beliebten Manga und Anime ‚Ushio und Tora‘ von Kazuhiro Fujita.
Der mächtige Yōkai ‚Hachimen Daio‘, der in der Geschichte erscheint, basiert auf der Legende, die an diesem Ort überliefert ist. Viele Fans besuchen die ‚Iwaya des Gishiki‘ und den Jinja, um die überwältigende Präsenz, die in der Geschichte dargestellt wird, und die legendäre Bühne, die sich mit der Landschaft Azuminos überschneidet, hautnah zu erleben.

Einblicke in den Jinja
Tatsächlich wurde der Kami des Ariakeyama Jinja einst in einem Jinja an Bord des Zerstörers ‚Ariake‘ der ehemaligen Kaiserlich Japanischen Marine als Bunshi (Zweigschrein) verehrt. Aus diesem Grund befindet sich noch heute ein Denkmal im Zusammenhang mit der Marine auf dem Schreingelände. Der Ariakeyama Jinja besitzt eine vielschichtige Anziehungskraft, die vom Bergkult über Anime bis hin zur modernen Geschichte reicht. Wenn Sie Azumino besuchen, tauchen Sie unbedingt in seine mystische Atmosphäre ein.

Von ando