Das Kushida Jinja, liebevoll von den Einwohnern Hakatass als „O-Kushida-san“ bezeichnet, liegt im Herzen des Hakata-Viertels in Fukuoka. Es ist landesweit bekannt als der jinja, wo das „Hakata Gion Yamakasa“ dargebracht wird, eines der drei großen Gion-Feste Japans. Doch tatsächlich birgt das Gelände des Schreins zahlreiche Geheimnisse und faszinierende Geschichten.
Dieses Mal stellen wir Ihnen einige Hintergrundgeschichten und Legenden des Kushida Jinja vor, deren Kenntnis Ihren Besuch noch spannender macht.
Grundlegende Informationen zum Kushida Jinja
Standort: 1-41 Kamikawabata-machi, Hakata-ku, Fukuoka-shi, Fukuoka
Enschreinte kami: Ohatanushi-no-Mikoto (Kushida-no-Miya), Amaterasu Omikami (Daijingu), Susanoo-no-Mikoto (Gion-no-Miya)
Gründung: Man sagt, es wurde im Jahr Tenpyo-Hoji 1 (757 n. Chr.) gegründet.
Segen: Ewige Jugend und Langlebigkeit, Geschäftserfolg, Abwehr von Unglück.
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1. Ewige Jugend und Langlebigkeit durch Trinken? Das salzige Geheimnis des „Reisen Tsuru no Ido“ (Heiliger Quellbrunnen der Kraniche)
Direkt neben dem Haiden (Gebetshalle) befindet sich der „Reisen Tsuru no Ido“ (Heiliger Quellbrunnen der Kraniche), umgeben von drei Kranichen. Das Wasser, das hier entspringt, wird seit alters her als „heiliges Wasser für ewige Jugend und Langlebigkeit“ verehrt.
Dieses Brunnenwasser weist jedoch eine merkwürdige Eigenschaft auf: Es ist salzig.
Tatsächlich ist dies ein Überbleibsel aus einer Zeit, als die Stadt Hakata dem Meer noch viel näher war als heute, wodurch das Grundwasser Salz enthält. Früher gab es den Brauch, das Wasser mit dem Wunsch nach ewiger Jugend zu trinken: „Der erste Schluck für sich selbst, der zweite für die Familie, der dritte für Verwandte und Freunde.“ Aus Gründen der Wasserqualitätskontrolle ist das Trinken heute jedoch eingestellt. Dennoch wird es als „Erinnerung an das Meer“, die die Geschichte Hakatass erzählt, bis heute sorgfältig bewahrt.
2. Dreht es sich jedes Jahr an Silvester? Die „Eto Eho-ban“ (Tierkreis-Glücksrichtungs-Tafel) an der Decke des Rōmon
Wenn Sie das Rōmon (Eingangstor) durchschreiten, vergessen Sie nicht, zur Decke zu blicken. Dort hängt eine farbenprächtige „Eto Eho-ban“ (Tierkreis-Glücksrichtungs-Tafel).
Diese Anzeigetafel zeigt die „Eho“ (Glücksrichtung) des jeweiligen Jahres an. Erstaunlicherweise wird der Pfeil jedes Jahr in der Silvesternacht in die Richtung des neuen Tierkreiszeichens für das folgende Jahr gedreht. Es handelt sich um einen sehr seltenen Mechanismus, der stets den Aufenthaltsort des „Toshitokujin“ anzeigt, des kami, der für das Glück und den Wohlstand des Jahres zuständig ist.
3. Auch berühmte Sumō-Ringer haben sie gehoben! Die „Chikaraishi“ (Kraftsteine) auf dem Gelände
In einer Ecke des Schreingeländes reihen sich riesige Steine aneinander. Diese werden „Chikaraishi“ (Kraftsteine) genannt und wurden von Sumō-Ringern gestiftet, die sie bei den früher im Kushida Jinja abgehaltenen „Uno-hi Zumō“-Wettkämpfen (Sumō am Tag des Hasen) zur Demonstration ihrer Stärke hoben.
In die Steine sind die Namen berühmter Yokozuna (Großmeister) wie Hakuhō, Asashōryū und Takanohana eingemeißelt. Es gibt auch „Tameshi-ishi“ (Probestine), die gewöhnliche Besucher versuchen können zu heben. Aber Vorsicht: Ihr Gewicht ist unvorstellbar, passen Sie auf, dass Sie sich nicht den Rücken verletzen!
4. Der 1000 Jahre alte heilige Baum und der „Mōko Ikari-ishi“ (Mongolische Ankerstein)
Der riesige Ginkgobaum auf dem Schreingelände wird „Kushida no Ginan“ genannt und ist ein von der Präfektur Fukuoka ausgewiesenes Naturdenkmal, das über 1000 Jahre alt ist.
Am Fuße dieses Baumes liegt, wenn man genau hinsieht, ein seltsam geformter Stein. Dies ist der „Mōko Ikari-ishi“ (Mongolische Ankerstein). Es handelt sich um einen Steinanker, der von einem gesunkenen Schiff der mongolischen Flotte während der Mongoleninvasionen (Genkō) in der Kamakura-Zeit verwendet wurde. Ein Zeuge der Geschichte, der vom Grund der Hakata-Bucht geborgen wurde, ruht still am Fuße des heiligen Baumes.
5. Nur zur Setsubun-Zeit! Japans größtes „Otafuku-Maske“
Zur Setsubun-Zeit im Februar wird am Tor des Kushida Jinja eine riesige „Otafuku-Maske“ mit einer Höhe von etwa 5 Metern und einer Breite von etwa 4 Metern angebracht.
Man sagt, dass das Durchschreiten des weit geöffneten Mundes dieser Otafuku-Maske beim Schreinsbesuch Glück für Geschäftserfolg und Familiensicherheit bringt. Ihr beeindruckendes Erscheinungsbild ist jedes Jahr ein beliebtes Gesprächsthema in den sozialen Medien und ein fester Bestandteil der Winterlandschaft Hakatass.
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[Information zur Pilgerreise] Schauplatz des Anime „Hakata Tonkotsu Ramens“
Das Kushida Jinja ist auch als Pilgerstätte für den beliebten Anime „Hakata Tonkotsu Ramens“ bekannt, der in Hakata spielt.
Im Anime erscheint es oft in Szenen, in denen sich die Protagonisten treffen, und als ikonische Landschaft Hakatass. Insbesondere die das ganze Jahr über ausgestellten „Kazari Yamakasa“ (Schmuckfestwagen) und die Landschaft vor dem Haiden können Sie mit der gleichen Wirkung erleben, wie sie in den Anime-Schnitten dargestellt ist. Fans wird empfohlen, das Schreingelände aus der gleichen Perspektiv wie die Charaktere des Werkes zu erkunden.
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Das Kushida Jinja, wo sich die Geschichte, die Feste und die geheimnisvollen Legenden Hakatass verdichten.
Wenn Sie das nächste Mal zu Besuch sind, achten Sie unbedingt auch auf den Ankerstein zu Ihren Füßen und die Tierkreiszeichen-Tafel an der Decke und spüren Sie das Geheimnis seiner tiefen Geschichte.
Weiterführende Links und Referenzen
