Kodama Jinja (Shūnan City, Präfektur Yamaguchi) – Die „Heilige Stätte des brillanten Strategen“, gewidmet Gentarō Kodama, dem Helden des Russisch-Japanischen Krieges.

Grundlegende Informationen

Standort: 1-4 Kodamacho, Shunan-shi, Präfektur Yamaguchi
Verehrte Gottheit (kami): Kodama Gentaro no Mikoto
Gründung: Taisho 12 (1923)
Wohltaten: Glück im Wettbewerb, akademischer Erfolg, Erfüllung von Wünschen

Das Kodama Jinja, das sich diskret im Stadtzentrum von Shunan-shi, Präfektur Yamaguchi (ehemals Tokuyama-shi), befindet, ist ein jinja, das Kodama Gentaro gewidmet ist. Dieser war ein Armeegeneral der Meiji-Zeit und diente unter anderem als Generalgouverneur von Taiwan sowie als Innenminister. Er ist bekannt als ein brillanter Stratege, der die „Schlacht um den Hügel 203“ im Russisch-Japanischen Krieg zum Sieg führte, und wird auch heute noch als „kami des Sieges“ von zahlreichen Besuchern aufgesucht.

Episoden, Legenden und Hintergrundgeschichten

1. Das Rätsel des Schreingebäudes, das von Enoshima „umgezogen“ ist

Tatsächlich befand sich das shaden (Hauptgebäude) des Kodama Jinja in Shunan-shi ursprünglich nicht an diesem Ort. Das Hauptgebäude und die Nebengebäude des „Kodama Jinja“ auf der Insel Enoshima in Fujisawa-shi, Präfektur Kanagawa, wurden im Taisho-Jahr 12 (1923) an den heutigen Standort verlegt, der das ehemalige Gelände von General Kodamas Residenz war.

Enoshima war ein Ort, dessen landschaftliche Schönheit Gentaro sehr liebte, während Shunan-shi sein Geburtsort ist. Die beiden „Kodama Jinja“ verbindet eine einzigartige Geschichte, da ihre Gebäude selbst über das Meer hinweg miteinander verbunden sind.

2. Tiefe Bindungen zu Taiwan und die „Kugel, die sich im Mund dreht“

Als vierter Generalgouverneur von Taiwan leistete Kodama Gentaro einen immensen Beitrag zur Modernisierung Taiwans. Aus diesem Grund finden sich auf dem Gelände des jinja viele Dinge, die seine Verbundenheit mit Taiwan widerspiegeln.

Taiwan-Fünfnadelkiefer: Ein im Taisho-Jahr 14 (1925) aus Taiwan gestifteter Setzling ist heute ein prächtiger Baum, der die Besucher willkommen heißt.

Kalligrafie des ehemaligen Präsidenten Lee Teng-hui: Auf dem Gelände befindet sich eine Stele mit einer Kalligrafie des ehemaligen taiwanesischen Präsidenten Lee Teng-hui, was zeigt, dass er auch heute noch von den Menschen in Taiwan verehrt wird.

Übrigens sind die komainu (Wächterhunde) des Kodama Jinja auf Enoshima im speziellen „taiwanesischen Stil“ gefertigt, bei dem sich eine Kugel im Maul dreht. Auch die komainu in der Umgebung des Kodama Jinja in Shunan-shi haben ihre Wurzeln in den „Yamaguchi-komainu“, einem Stil, dessen Techniken von Steinmetzen aus der Präfektur Yamaguchi, die nach Taiwan reisten, weitergegeben wurden, was die Geschichte des kulturellen Austauschs zwischen Japan und Taiwan widerspiegelt.

3. Die allzu bescheidene Hintergrundgeschichte des Mannes, der „Genie“ genannt wurde

Gentaro war ein so brillanter Militärstratege, dass der deutsche Militärberater Major Meckel sagte: „Japan hat Kodama. Solange Kodama da ist, wird Japan gewinnen.“ Doch Gentaro selbst war eine sehr anspruchslose und bescheidene Person.

Nach dem Russisch-Japanischen Krieg, als Gentaro bei einer Fotoausstellung sein eigenes Bild als „kami des Sieges“ ausgestellt sah, soll er sich unter die Besucher gemischt und ihnen zugeflüstert haben: „Dieser Kodama ist gar kein so bedeutender Mensch“, eine charmante und zugleich bescheidene Anekdote.

4. Vom Ort der Tragödie zum „Heiligen Ort“

Das Gelände des jinja ist der ehemalige Standort des Kodama-Anwesens. Tatsächlich ist dies auch der tragische Ort, an dem Gentaros Schwager, Kodama Jirohiko, in Gentaros Kindheit von einer rivalisierenden Fraktion ermordet wurde. Gentaro überwand die Krise der Auslöschung seines Familiennamens und wurde später ein Nationalheld. Der Ausgangspunkt dieses ereignisreichen Lebens ist heute das friedliche Gelände des jinja.

Informationen zur Pilgerreise zu „Heiligen Orten“ aus verwandten Anime und Medien

Kodama Gentaro wird auch als eine bei Geschichts- sowie Anime- und Manga-Fans sehr beliebte Figur dargestellt.

Golden Kamuy

In dem Werk tritt Kodama Gentaro als wichtige Persönlichkeit in Erscheinung, die an der Gründung der 7. Division beteiligt war. Da er als Held des Russisch-Japanischen Krieges im Hintergrund der Geschichte dargestellt wird, besuchen immer mehr Fans des Werkes dieses jinja als einen der „Heiligen Orte“.

Saka no Ue no Kumo (Wolken über dem Hügel)

In diesem Werk, einem Meisterwerk von Shiba Ryotaro, das auch als Drama verfilmt wurde, wird Kodama Gentaro als eine der Hauptfiguren dargestellt. Für Fans, die von seiner strategischen Genialität bei der Eroberung von Port Arthur beeindruckt sind, ist dieses jinja, das an seinem Geburtsort steht, ein unverzichtbarer Wallfahrtsort.

Obwohl sich das Kodama Jinja mitten in Shunan-shi befindet, kann man, sobald man es betritt, die turbulenten Zeiten der Meiji-Ära und den Hauch Taiwans spüren. Es ist ein Ort, den man unbedingt besuchen sollte, wenn man vor einem Wettbewerb steht oder in die Geheimnisse der Geschichte eintauchen möchte.

Von ando