Am Ufer des Biwa-Sees ruht ein erfrischend reines Heiligtum. Die Legende des Suga Jinja in Nagahama und das Geheimnis seines berühmten Landschaftsgartens.

Nishi-Asai-cho in Nagahama City, Shiga Präfektur, liegt am nördlichen Ende des Biwa-Sees. Hier befindet sich der Suga-jinja (Suga-Schrein), der eine tiefe Geschichte rund um Susanoo-no-Mikoto, den Helden der japanischen Mythologie, und eine atemberaubende Schönheit birgt. Dieses Mal stellen wir Ihnen die Geheimnisse dieses wenig bekannten Schreins und überraschende Episoden vor, die in jüngster Zeit Aufmerksamkeit erregt haben.

Grundinformationen
Ort: 447 Suga, Nishi-Asai-cho, Nagahama City, Shiga Präfektur
Verehrte Kami: Susanoo-no-Mikoto, Kushinadahime-no-Mikoto
Hauptattraktionen: Der national ausgewiesene Landschaftsgarten „Suga-jinja Teien“, der Steintreppenweg (Sandō)
Zugang: Ca. 20 Gehminuten vom Bahnhof Nagahara an der JR Kosei Linie

Mythologische Erinnerungen, verborgen im Ortsnamen „Suga“
Das herausragende Merkmal dieses Schreins liegt in seinem Ortsnamen „Suga“. In der japanischen Mythologie heißt es, dass Susanoo-no-Mikoto, nachdem er die achtköpfige Schlange Yamata-no-Orochi besiegt hatte, in der Region Izumo sagte: „Waga Mikokoro Sugasugashi“ (Mein Herz ist erfrischt/rein). Dies soll der Ursprung des Ortsnamens „Suga“ sein.

Auch der Suga-jinja in Nagahama gilt als heiliger Ort, der dieser mythologischen Erzählung folgt und Zeugnis davon ablegt, dass dieses Land seit der Antike ein „von den Kami auserwählter, reiner Ort“ war. Wenn Sie die Schreinanlage betreten, werden Sie sich von einer wahrhaft „sugasugashii“ (erfrischenden und reinen) Atmosphäre umhüllt fühlen, als wären Sie vom Lärm der Umgebung abgeschnitten.

Geheimnis: Das „wasserlose Meisterwerk unter den Gärten“ mit geliehener Landschaft
Hinter der Schreinanlage erstreckt sich der „Suga-jinja Teien“, der als nationaler Landschaftsgarten ausgewiesen ist. Dieser Garten birgt eine besondere, geheimnisvolle Eigenschaft:

Er stellt den Fluss des Wassers dar, ohne tatsächlich Wasser zu verwenden.

Dieser Garten, der angeblich im frühen Edo-Zeitraum angelegt wurde, ist ein Meisterwerk des „Karesansui“ (Trockenlandschaftsgartens), der die Hänge des dahinterliegenden Berges geschickt nutzt. Große Steine sind so angeordnet, dass sie Wasserfälle und Ströme darstellen. Es wird sogar gesagt, dass an Regentagen echtes Wasser über die Felswände fließt und der Garten seine vollkommene Form offenbart. Die Technik des „Shakkei“ (geliehene Landschaft), die den natürlichen Berg selbst als Teil des Gartens integriert, lässt die Ehrfurcht der damaligen Menschen vor der Natur spüren.

Hintergrundgeschichte: Ein „weiterer heiliger Ort“, den Fans des Anime „Your Name.“ besuchen?
Hier stellen wir eine interessante Anekdote vor, die einzigartig für die moderne Zeit ist.

Es ist bekannt, dass die Treppe, die in der letzten Szene des erfolgreichen Anime-Films „Your Name.“ (Kimi no Na wa.) vorkommt, nach dem Suga-jinja in Yotsuya, Tokio, modelliert wurde. Doch tatsächlich wird auch dieser Suga-jinja in Nagahama von begeisterten Anime-Fans heimlich als „versteckter heiliger Ort“ beachtet.

Der Grund dafür ist, dass neben dem gleichen Namen „Suga-jinja“ der hier lange und wunderschön ansteigende Steintreppenweg die Welt des Films heraufbeschwört. Während der heilige Ort in Tokio extrem überlaufen ist, bietet dieser hier eine ruhige Umgebung, umgeben von der Natur des Biwa-Sees. Fans, die „in Ruhe in das Nachklingen des Werkes eintauchen möchten“, sollen diesen Ort sogar bewusst aufsuchen. Obwohl es kein offizielles Modell ist, kann man eine wundersame Verbindung, die der Name schafft, nicht leugnen.

Erinnerung an ein verborgenes Dorf: Die tiefe Beziehung zu Sugaura
Ganz in der Nähe dieses „Suga“-Distrikts gibt es auch eine Siedlung namens „Sugaura“, die dafür bekannt ist, im Mittelalter eine Art Autonomie wie ein „unabhängiger Staat“ ausgeübt zu haben. Der Suga-jinja war das Zentrum des Glaubens in dieser Gegend, und selbst in den unruhigen Zeiten der Sengoku-Periode haben die Dorfbewohner zusammengehalten, um dieses Heiligtum zu schützen.

Alte Dokumente, die im Schrein überliefert sind, und die Überreste der „Shimon“ (Vier Tore), die zum Schutz der Dorfgrenzen errichtet wurden, zeigen uns, dass dieser Ort nicht nur ein „Power Spot“ war, sondern eine „Frontlinie der Geschichte“, die durch den starken Willen der Menschen verteidigt wurde.

Am nördlichsten Punkt des Biwa-Sees zieht der Suga-jinja Menschen von der Zeit der Mythen bis hin zu modernen Anime-Fans an.

Wenn Sie sich in der Stille selbst „erfrischen“ möchten, warum statten Sie ihm nicht einen Besuch ab?

Verwandte Links / Referenzen
Keine Quellenangaben verfügbar.

Von ando