Basisinformationen
Name: Sannō-jinja (Sannō-jinja)
Standort: 2-6-56 Sakamoto, Nagasaki-shi, Nagasaki
Verehrte kami: Oyamakui-no-kami, Ōmononushi-no-kami und andere
Anreise: Von der Straßenbahn-Haltestelle „Daigaku Byoin“ (Universitätskrankenhaus) der Nagasaki Electric Tramway ca. 6 Gehminuten.
Das Wunder-Torii „Ippon-bashira Torii“, das der Explosion standhielt
Was den Namen des Sannō-jinja weltweit bekannt gemacht hat, ist das „Ippon-bashira Torii“ (das zweite Torii) auf dem Sando (Zugangsweg). Dieses Torii, das am 9. August 1945 in einer Entfernung von nur etwa 800 Metern vom Explosionszentrum der Atombombe getroffen wurde, verlor seine linke Hälfte durch die heftige Druckwelle, wobei auf wundersame Weise nur eine Säule auf der rechten Seite erhalten blieb.
Warum ist es nicht umgestürzt? Es wird angenommen, dass dies auf eine Reihe physikalischer Zufälle zurückzuführen ist: Die Druckwelle traf das Torii parallel, wodurch die Angriffsfläche minimiert wurde. Auch heute noch steht die verbleibende einzelne Säule in perfekter Balance und sendet den Besuchern als Symbol für den Wiederaufbau und den Frieden Nagasakis eine stumme Botschaft.
Die aus dem Reich des Todes auferstandenen „A-Bomben-Kusunoki“ und die Gefühle von Masaharu Fukuyama
Zwei riesige Kusunoki (Kampferbäume), die am Eingang des Schreingeländes emporragen, sind ebenfalls als Überreste der Atombombenexplosion bekannt. Durch die Hitzestrahlung und die Druckwelle der Explosion verloren sie einst alle Blätter und glichen verkohlten, toten Bäumen. Als alle schon aufgaben und dachten, sie seien endgültig verdorrt, bildeten sie im Frühling des folgenden Jahres auf wundersame Weise neue Triebe und erholten sich vollständig, indem sie wieder ein üppiges Blätterdach entwickelten.
Von dieser starken Lebenskraft war Masaharu Fukuyama, ein Künstler aus Nagasaki, tief beeindruckt. Er schuf das Lied „Kusunoki“, das von diesem Baum inspiriert ist. Heute ist dieser Kusunoki als Naturdenkmal der Stadt Nagasaki ausgewiesen und wurde auch vom Umweltministerium in die Liste der „100 schönsten Klanglandschaften Japans“ aufgenommen. Das raschelnde Geräusch der Blätter, das bei jedem Windstoß ertönt, klingt wie der Herzschlag der Geschichte, die die Bäume weitererzählen.
Mysterium und Hintergrundgeschichte: Die im Baum schlafende „Erinnerung an den Krieg“
Diese Kusunoki bergen eine erstaunliche Hintergrundgeschichte. Bei Behandlungen zur Wiederherstellung der Baumvitalität wurden zahlreiche Stein- und Ziegelsplitter aus der Zeit der Bombardierung sowie Metallfragmente, die durch die Druckwelle weggeschleudert wurden, aus dem Baumstamm entdeckt. Während seines Wachstums hatte der Baum die umherliegenden Trümmer in seinen Körper aufgenommen und umschlossen.
Auch heute noch sind die Erinnerungen an jene Zeit physisch im Bauminneren eingeschrieben. Obwohl von außen unsichtbar, lebt dieser riesige Baum buchstäblich weiter, indem er „die Geschichte verschluckt“ hat.
Informationen zur Anime-Pilgerreise: Der Zusammenhang mit „Suzume“
Im Anime-Film „Suzume“ von Regisseur Makoto Shinkai erregt das Ippon-bashira Torii des Sannō-jinja unter Fans Aufmerksamkeit als Ort, der an wichtige Motive der Geschichte erinnert, wie „zerstörte Torii“ und „Erinnerungen an Erdbeben und Katastrophen“.
Obwohl nicht offiziell als konkretes Vorbild genannt, überlappen sich die thematische Ausrichtung der Geschichte, die sich um Ruinen und Katastrophenrelikte dreht, und das Bild dieses Ippon-bashira Torii, das eine Katastrophe überlebt hat. Daher besuchen Fans im Rahmen einer Pilgerreise diesen Ort unaufhörlich. Auch die feierliche Atmosphäre der Szene, in der die „Ushirodo“ (Hintertür) im Film versiegelt wird, hat eine Gemeinsamkeit mit der stillen, friedlichen Stimmung des Sannō-jinja.
Hinweise für Ihren Besuch
Direkt neben dem Ippon-bashira Torii sind die weggesprengte linke Hälfte der Säule und der obere Querbalken immer noch am Boden liegend erhalten geblieben. Die stehende Säule und die am Boden liegende Säule. Indem Sie diesen Kontrast mit eigenen Augen sehen, können Sie die enorme Wucht des damaligen Einschlags am eigenen Leib spüren. Wenn Sie Nagasaki besuchen, statten Sie diesem Ort nicht nur als Touristenattraktion einen Besuch ab, sondern auch als einen Ort, um die Stärke des Lebens neu zu entdecken.
Weiterführende Links und Referenzen
Keine Quellenangaben verfügbar.
