Das Narumi Jinja (Narumi-Schrein) befindet sich im Stadtteil Midori-ku in Nagoya, Präfektur Aichi. Obwohl es vor Ort liebevoll als „Narimi-san“ bekannt ist, handelt es sich tatsächlich um einen sehr angesehenen alten Schrein mit einer über 1300-jährigen Geschichte und einer tiefen Verbindung zum Atsuta Jingu. Diesmal stellen wir Ihnen die Geheimnisse vor, die sich in diesem Schrein verbergen, sowie einige weniger bekannte Hintergrundgeschichten.
Grundlegende Informationen
Standort: 85 Otogoyama, Narumi-cho, Midori-ku, Stadt Nagoya, Präfektur Aichi
Verehrte Kami: Yamato Takeru no Mikoto, Miyazu Hime no Mikoto, Takeinadane no Mikoto
Gründung: Shucho 1 (686 n. Chr.)
Anreise: Etwa 10 Gehminuten vom Bahnhof „Narumi“ der Meitetsu Nagoya Hauptlinie
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Die Rückkehr des Kusanagi-no-Mitsurugi und das Geheimnis der Geburt des Narumi Jinja
Die Gründung des Narumi Jinja ist eng mit einem der größten Mysterien der japanischen Mythologie verbunden: dem „Diebstahl des Kusanagi-no-Mitsurugi“ (des göttlichen Schwertes Kusanagi).
Während der Herrschaft von Kaiser Tenji ereignete sich ein Vorfall, bei dem das Kusanagi-no-Mitsurugi von einem Silla-Mönch namens Dogyo aus dem Atsuta Jingu gestohlen wurde. Das göttliche Schwert wurde später sicher nach Atsuta zurückgebracht. Im darauffolgenden Jahr, Shucho 1 (686 n. Chr.), wurde zur Feier der Verehrung des göttlichen Schwertes in Atsuta das Narumi Jinja als dessen „östlicher Wächter“ gegründet.
Aus diesem Grund wurde das Narumi Jinja seit alters her als „Atsutas innerstes Heiligtum“ oder „Östliches Atsuta (Narumi no Omiya)“ bezeichnet. Es ist dieser historische Hintergrund, der erklärt, warum das Narumi Jinja, ebenso wie das Atsuta Jingu, Yamato Takeru no Mikoto als Hauptgottheit verehrt.
Vom Narumi-Burggelände verschwunden? Die Legende des „wandernden Schreins“
Das heutige Narumi Jinja befindet sich auf dem „Otogoyama“, doch zur Zeit seiner Gründung war es nicht hier. Es heißt, dass es ursprünglich an der Stelle stand, wo sich heute die „Narumi-Burggelände (Burggeländepark)“ befinden.
Doch während der Oei-Ära (1394-1428), als Yasuhara Munenori, ein Gefolgsmann von Ashikaga Yoshimitsu, die Narumi-Burg erbaute, wurde der Schrein an seinen heutigen Standort verlegt. Über diese Verlegung gibt es eine Hintergrundgeschichte: Die Menschen jener Zeit sollen sich gefürchtet und gefragt haben: „Wie kann man Kami bewegen?“. Letztendlich übernahm der Schrein jedoch auch die Rolle eines Schutzgottes der Burg. Noch heute ist am ehemaligen Standort, den Narumi-Burggeländen, ein „Tenjinsha“-Schrein verankert, wo man die Überreste des einstigen heiligen Bereichs spüren kann.
Die Erinnerung an die „Narumi-gata“, besungen im Man’yoshu
Obwohl die Gegend um den Schrein heute ein Wohngebiet ist, reichte in der Antike das Meer bis ganz in die Nähe des Schreins. Im Man’yoshu, Japans ältester Gedichtanthologie, ist ein Gedicht erhalten: „Kraniche rufen, während sie nach Sakurada fliegen; es muss Ebbe sein, wenn ich die Narumi-gata betrachte.“
Auf dem Gelände des Narumi Jinja steht eine Stele mit diesem Gedicht, die an die Landschaft der Manyo-Zeit erinnert. Wenn man den Schrein besucht und sich dabei die vor 1000 Jahren vor dem Schrein ausgebreitete Wattlandschaft vorstellt, scheint das damalige Szenario lebendig zu werden.
Voller Wucht! Die Hintergrundgeschichte der „Omotegata“
Das „Omanto“-Fest, das beim großen jährlichen Fest des Narumi Jinja stattfindet, ist ein mutiges Fest, bei dem prächtig geschmückte Reiter auf Pferden durch die Straßen ziehen. Dieses Fest ist auch ein Zeugnis der einstigen Blütezeit Narumis als wichtige Poststation an der Tokaido-Straße.
Tatsächlich haben die „Narumi Omotegata“-Leute, die an diesem Fest teilnehmen, einen sehr starken Stolz und eine tiefe Tradition. Es heißt, dass es einst einen erbitterten Wettstreit zwischen dem Zentrum der Poststation (Omotegata) und den anderen Gebieten gab, und diese Leidenschaft wird bis in die heutigen Feste getragen.
Der versteckte Kraftort „Daruma-zuka“
In einer Ecke des Schreingeländes befindet sich ein etwas ungewöhnlicher „Daruma-zuka“ (Daruma-Hügel). Dieser wurde geschaffen, um Daruma-Puppen zu ehren, die ihre Aufgabe erfüllt haben. Es ist ein einzigartiger Ort, der zu Narumi passt, das als Poststation des blühenden Handels prosperierte. Es heißt, dies sei ein Ort, der für Kenner eine starke Energie ausstrahlt, da sich hier Daruma-Puppen versammeln, die die Wünsche vieler Menschen in sich aufgenommen haben.
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Das Narumi Jinja ist ein heiliger Ort, der über die Rolle eines bloßen lokalen Ujigami (Schutzgottes) hinausgeht und mit der großartigen Mission geboren wurde, eines der Drei Heiligen Schätze, das „Kusanagi-no-Mitsurugi“, zu schützen. Wenn Sie das Atsuta Jingu besuchen, sollten Sie unbedingt einen Abstecher zum Narumi Jinja, seinem „östlichen Wächter“, machen und in die Tiefen seiner Geschichte eintauchen.
Verwandte Links / Quellenhinweise
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