Grundlegende Informationen
Standort: 3-1 Igawabuchimachi, Chuo-ku, Kumamoto-shi, Kumamoto-ken.
Verehrte Kami: Ōjin Tennō (Hauptgottheit), Sumiyoshi Ōkami (zweite Gottheit), Jingū Kōgō (dritte Gottheit).
Gründung: Im 5. Jahr von Jōhei (935 n. Chr.).
Geschichte und Ursprung: Der Ursprung des Schreins geht auf eine kaiserliche Bitte von Kaiser Suzaku zurück, der damit die Niederschlagung der Rebellion von Taira no Masakado und den Schutz von Kyushu zu erbitten suchte. Zu diesem Zweck wurde ein bunrei (geteilter Geist) vom Iwashimizu Hachimangū in Kyoto hierher überführt. Seit alters her ist der Schrein liebevoll als „Fujisaki-san“ bekannt und wird als allgemeiner Schutzgott (sōchinju) des Stadtgebiets von Kumamoto verehrt.
Das Wunder, das sich über Nacht ereignete und im Namen „Fujisaki“ verborgen liegt
Der Name des jinja, „Fujisaki“, ist mit einer mystischen Legende verbunden. Bei der Gründung des Schreins brach ein kaiserlicher Gesandter, der einen „Fuji no Mushi“ (Geißel aus Glyzinienholz) vom Iwashimizu Hachimangū mit sich führte, diesen in drei Teile und stieß sie in den Boden. Es heißt, dass einer dieser Teile sofort Knospen trieb, über Nacht üppige Äste und Blätter wuchsen und wunderschöne Blumen erblühten. Diese Begebenheit, „fuji ga saita chi“ (der Ort, an dem Glyzinien blühten), wurde zum direkten Ursprung des Schreinnamens „Fujisaki“.
Das Geheimnis des seltenen Schriftzeichens „Ban“ (旛) – landesweit einzigartig
Bei genauerer Betrachtung des Namens Fujisaki Hachimangū fällt auf, dass das Schriftzeichen „ban“ (旛), das „Flagge“ bedeutet, verwendet wird und nicht das gebräuchlichere „hata“ (幡), das man normalerweise in „Hachimangū“ findet. Dies hat eine Hintergrundgeschichte: Die kaiserliche Plakette (chokugaku), die 1542 n. Chr. von Kaiser Go-Nara gestiftet wurde, trug die Inschrift „Hachiban“ (八旛). Der genaue Grund, warum „ban“ (旛) anstelle von „hata“ (幡) gewählt wurde, ist nicht eindeutig bekannt. Es wird jedoch angenommen, dass „ban“ (旛) eine „große, breite und prächtige Flagge“ bedeutet und möglicherweise als eine autoritärere und herausragendere Schreibweise ausgewählt wurde. Auch heute noch ist dieses einzigartige Zeichen „ban“ (旛) am großen Torii-Tor angebracht.
Aus der Burg Kumamoto vertrieben? Der Seinan-Krieg und die Tragödie der Umsiedlung
Fujisaki Hachimangū befand sich tatsächlich nicht von Anfang an an seinem heutigen Standort. Einst war er innerhalb der heutigen Burg Kumamoto angesiedelt, genau dort, wo sich heute das Fujisaki-dai Präfektur-Baseballstadion befindet. Als „Schutzgottheit der Burg“ wurde er von aufeinanderfolgenden Lehnsherren, einschließlich Katō Kiyomasa, tief verehrt. Doch während des Seinan-Krieges im 10. Jahr der Meiji-Zeit (1877 n. Chr.) wurden die Schreingebäude zerstört. Darüber hinaus wurde das ehemalige Schreingelände als Militärgelände (Kumamoto-Garnison) von der Armee genutzt, wodurch der Schrein gezwungen war, an seinen heutigen Standort in Igawabuchimachi umzuziehen. Auf Fujisaki-dai, dem ehemaligen Schreingelände, steht noch heute eine Gruppe von Kampferbäumen, bekannt als „Fujisaki-dai no Kusunoki-gun“ (Nationales Naturdenkmal), von denen einige über 1000 Jahre alt sind und die die einstige Pracht des jinja bewahren.
Der Ruf „Boshita“ und die Episode von Katō Kiyomasas triumphalem Heimkehr
Fujisaki Hachimangū ist bekannt für sein im September stattfindendes Herbst-Großfest (Shūki Reitaisai). Die Prozession, bekannt als „Zuihei“, soll ihren Ursprung darin haben, dass Katō Kiyomasa nach seiner sicheren Rückkehr von den Korea-Feldzügen persönlich seine Truppen führte, um den Kami seinen Dank zu erweisen. Der Ruf „Boshita, Boshita“, der einst von den „seko“ (Teilnehmern) gerufen wurde, war den Einwohnern der Präfektur Kumamoto sehr vertraut. Seine Etymologie ist jedoch umstritten, mit Theorien, die von „metsobo shita“ (zerstört [Korea]) bis hin zu einer bloßen Lautmalerei reichen. Aufgrund internationaler Rücksichtnahme wurde der Ruf nun in „Dōkai, Dōkai“ geändert. Diese Änderung des Rufes ist eine weitere Anekdote, die den Wandel der Zeit und die Entwicklung des Festes widerspiegelt.
Wallfahrtsinformationen: Anime „Koharu Haru!“
In „Koharu Haru!“ (Autor: Katō Haruaki), einer Jugend-Cheerleading-Geschichte, die in Kumamoto spielt, erscheinen Fujisaki Hachimangū und die umliegende Landschaft in dem Werk, da das Vorbild für die von den Protagonisten besuchte High School die nahegelegene Seiseiko High School ist. Darüber hinaus werden in vielen in Kumamoto spielenden Werken das zinnoberrote Turmtor (rōmon) des Schreins und die enthusiastische Atmosphäre seines Großfestes oft als regionale Symbole dargestellt, was ihn zu einem unverzichtbaren Wallfahrtsort für Fans macht.
Weitere Informationen und Referenzen finden Sie auf der offiziellen Website und in anderen Quellen.
