Der Ichi-no-miya der Provinz Satsuma: Nitta Jinja – Ein heiliger Bezirk, der auf dem Rücken einer Schildkröte thront, und die Entschlüsselung des Mysteriums der Tenson Kōrin (des Abstiegs des himmlischen Enkels).

Der Nitta Jinja, gelegen in Satsumasendai, Präfektur Kagoshima, ist ein äußerst angesehener jinja, der einst als Ichinomiya (erster Schrein) des ehemaligen Satsuma-Reiches verehrt wurde. Er thront auf dem Gipfel des etwa 70 Meter hohen Berges Kameyama und verehrt Ninigi-no-Mikoto, die Hauptfigur der „Herabkunft der himmlischen Enkel“ (Tenson Kōrin), als Hauptkami (Hauptgottheit).

In diesem Artikel stellen wir Ihnen die geheimnisvollen Legenden und weniger bekannten Mysterien vor, die sich in diesem historischen Nitta Jinja verbergen, sowie seine unerwartete Verbindung zu einem Anime.

Ist der Berg selbst eine riesige Schildkröte? Das Mysterium des Kameyama

Der Kameyama, auf dem der Nitta Jinja steht, birgt, wie sein Name andeutet („Kame“ bedeutet Schildkröte), eine erstaunliche Legende. Von Weitem betrachtet, hat dieser Berg die Form einer riesigen Schildkröte, und es wird seit alters her erzählt, dass „eine lebende Schildkröte zu einem Berg wurde“.

Der Legende nach gibt es eine Theorie, dass einst diese Schildkröte begann sich zu bewegen, und ein kami sich auf ihren Rücken setzte, um ihre Bewegung zu stoppen. Dies markierte den Beginn des Nitta Jinja. Wenn Sie die Steinstufen des Sando (Zugangsweg) erklimmen und sich vorstellen, auf dem Rücken einer riesigen Schildkröte zu sein, werden Sie zweifellos von der immensen Größe überwältigt sein.

Die „Kawazano Misasagi“ – eine Verbindung zu den Wurzeln des Kaiserhauses

Hinter der Haiden (Gebetshalle) und nahe dem Gipfel des Berges befindet sich die kaiserliche Grabstätte namens „Kawazano Misasagi“. Dies wird als das Grabmal von Ninigi-no-Mikoto angesehen und zählt zu den „Drei kaiserlichen Grabstätten auf Kyushu“, die vom Kaiserlichen Hofamt verwaltet werden.

Tatsächlich gab es seit alters her eine Kontroverse darüber, wo sich Ninigi-no-Mikotos Grabstätte genau befindet, und es gab auch Theorien, die andere Orte in der Präfektur Miyazaki oder Kagoshima vorschlugen. Doch im Meiji-Zeitalter wurde durch einen kaiserlichen Beschluss von Kaiser Meiji dieser Ort des Nitta Jinja offiziell als Grabstätte festgelegt. Obwohl es sich auf dem Gelände des jinja befindet, herrscht jenseits dieser Stelle eine ruhige Atmosphäre als „heiliger Bezirk des Kaiserhauses“ – ein wahrhaft mysteriöser Kraftort.

Werden Wünsche wahr, wenn man sie streichelt? Die Geschichte hinter den „Kodaki Komainu“ (Löwenhunde mit Babys)

Vor der Haiden des Nitta Jinja befinden sich landesweit seltene „Kodaki Komainu“ (Löwenhunde mit Babys). Der linke Komainu hält ein niedliches Baby-Komainu im Arm.

Diesen Komainu werden Segnungen für „sichere Geburten“ und „Kindersegen“ zugeschrieben, und es wird besonders gesagt, dass Wünsche in Erfüllung gehen, wenn man den Kopf des Baby-Komainu streichelt. Da es von vielen Besuchern gestreichelt wurde, glänzt der Kopf des Baby-Komainu allein glatt und poliert, was die Tiefe des Glaubens verdeutlicht.

Außerdem gibt es auf dem Sando einen geheimnisvollen Stein namens „Suberi-ishi“ (Gleitstein). Es wurde einst geglaubt, dass Kinder, indem sie auf diesem Stein herunterrutschten und spielten, starke Beine und Hüften bekommen würden.

Pilgerreise zu einem heiligen Ort: Schauplatz des Anime „Umi Monogatari – Anata ga Itekureta Koto“

Der Nitta Jinja ist auch als heiliger Ort (Seichi) des Anime „Umi Monogatari – Anata ga Itekureta Koto“ bekannt, der auf einem beliebten Pachinko-Spiel basiert.

Das Vorbild für „Amamikojima“, den Schauplatz der Geschichte, ist die Gegend um Satsumasendai. Im Anime werden die langen Steintreppen, die Torii und die Landschaft des jinja-Geländes des Nitta Jinja sehr originalgetreu dargestellt. Szenen, in denen die Heldinnen die Treppen des jinja hinaufeilen, sind ein Muss für Fans. Obwohl seit der Ausstrahlung des Anime einige Zeit vergangen ist, besuchen immer noch unzählige Fans den Ort als „Seichi Junrei“ (Pilgerreise zu einem heiligen Ort).

Besichtigungstipp: Fordern Sie die über 300 Steinstufen heraus

Das markanteste Merkmal des Nitta Jinja ist die lange Steintreppe mit etwa 320 Stufen, die vom Eingang bis zur Hondō (Haupthalle) führt. Nachdem Sie diese Treppe, deren jede Stufe das Gewicht der Geschichte spüren lässt, erklommen haben, erwartet Sie ein erfrischendes Gefühl der Leistung und ein atemberaubender Panoramablick über die Stadt Satsumasendai.

Wer sich körperlich nicht so fit fühlt, kann auch mit dem Auto bis nahe an den Gipfel fahren. Doch indem Sie Schritt für Schritt den „Rücken der legendären Schildkröte“ erklimmen, können Sie die Kraft des jinja noch intensiver spüren.

Basisinformationen

Standort: 1935-2, Miyauchicho, Satsumasendai, Präfektur Kagoshima
Hauptkami: Ninigi-no-Mikoto (Amatsuhikohikoho Ninigi no Mikoto)
Anfahrt: Ca. 10 Minuten mit dem Auto vom JR-Bahnhof Sendai oder mit dem Bus bis zur Haltestelle „Nitta Jinja-mae“.

Die Mythologie der Tenson Kōrin, die Legende der riesigen Schildkröte und ein Anime-Schauplatz. Der Nitta Jinja ist ein Ort voller mysteriöser Anziehungskraft, der bei jedem Besuch neue Entdeckungen bereithält. Wenn Sie Kagoshima besuchen, sollten Sie unbedingt diesem mystischen Wald einen Besuch abstatten.

Weiterführende Links und Referenzen

Keine Quellen verfügbar.

Von ando