Das Shoumo-gu jinja (Shoumo-gu) liegt auf einer Anhöhe am nördlichsten Punkt von Iki City in der Präfektur Nagasaki und blickt auf den Hafen von Katsumoto. Dieser Jinja, der vor Ort liebevoll als „Shoumo-gu“ bekannt ist, ist stolz auf seine Stellung als Ninomiya (der zweithöchste Jinja) der Provinz Iki und blickt auf eine mehr als 1300-jährige Geschichte zurück. Doch hinter seiner wunderschönen Landschaft verbergen sich erstaunliche Episoden und Mysterien, in denen sich Mythologie und Geschichte miteinander verflechten.
Grundlegende Informationen
Name: Shoumo-gu jinja (Shoumo-gu)
Standort: 554-2 Katsumotoura, Katsumoto-cho, Iki City, Präfektur Nagasaki
Verehrte Kami (Gottheiten): Kaiserin Jingu (Okinagatarashihime-no-mikoto), Kaiser Chuai, Kaiser Ojin, Sumiyoshi Okami
Gründung: Yoro 1 (717 n. Chr.)
Der Ursprung des Ortsnamens „Katsumoto“ und die Legende der Kaiserin Jingu
Warum dieser Ort „Katsumoto“ genannt wurde? Sein Ursprung reicht zurück bis zur Sankan Seibatsu (Eroberung der drei koreanischen Königreiche) durch Kaiserin Jingu, die hier verehrte Kami.
Als die Kaiserin zur koreanischen Halbinsel aufbrach, wartete sie hier auf günstige Winde, weshalb der Ort ursprünglich „Kazamoto“ (Windursprung) genannt wurde. Es wird erzählt, dass sie nach ihrer glorreichen Rückkehr erneut hier Halt machte und den Ort in „Katsumoto“ (Siegesursprung) umbenannte, was so viel wie „Quelle des Sieges“ bedeutet. Hier liegen wahrlich die Wurzeln der Kami als Gottheit des Sieges und des Wettkampfs.
100.000 Köpfe ruhen hier? Das erschütternde Mysterium auf dem Schreingelände
Im Shoumo-gu jinja rankt sich auch eine Legende, die einem einen leichten Schauer über den Rücken jagt. Eine Theorie besagt, dass Kaiserin Jingu nach ihrer Rückkehr von der Sankan Seibatsu 101.500 Köpfe von Feinden, die sie mitgebracht hatte, an diesem Strand begrub, über Nacht eine Tsukiji (einen Damm) darüber errichtete und dann das Hauptschreingebäude baute.
Des Weiteren gibt es die Legende vom „Leuchtenden Meer“: Als das Angyu (provisorischer kaiserlicher Palast), in dem die Kaiserin einst verweilte, verlassen war, soll jede Nacht ein geheimnisvolles Licht aus dem Meer aufgestiegen und die Umgebung des Gebäudes erhellt haben. Es wird auch gesagt, dass die Einheimischen dies fürchteten, einen Spiegel dort niederlegten und die Kaiserin verehrten, was den Beginn des Jinja markierte. Man kann sich einer mystischen Kraft nicht entziehen.
Spuren der Sengoku-Kriegsherren: Spenden von Kato Kiyomasa und Nabeshima Naoshige
Das Shoumo-gu jinja zog während Toyotomi Hideyoshis Invasionen in Korea (Bunroku-Keicho-Krieg) die Gläubigkeit vieler Kriegsherren auf Iki, das als vorgeschobener Stützpunkt diente.
Das Haupttor (Westtor) wurde von Kato Kiyomasa, dem Lehnsherren des Higo-Lehens, gestiftet. Ursprünglich war Kiyomasas Familienwappen, das „Ja-no-me“ (Schlangenauge), in das Tor eingraviert. Es gibt jedoch die Anekdote, dass es später durch das „Tsuta“-Wappen (Efeu) der wohlhabenden Händlerfamilie Dohi, die für die Walfanggilde das Tor umbaute, ersetzt wurde.
Das Hintertor (Südtor) wurde von Nabeshima Naoshige, dem Lehnsherren des Hizen-Lehens, gestiftet. Hier ist das Familienwappen der Nabeshima, „Dakimyoga“ (umarmender Ingwer), bis heute erhalten.
Es gibt auch die Episode, dass Kiyomasa seine gelangweilten Soldaten die Steinmauern auf dem Jinja-Gelände errichten ließ, um ihre Energie abzubauen, wodurch Besucher die raue Atmosphäre der Sengoku-Zeit nachempfinden können.
Highlights auf dem Schreingelände und seltene Schätze
Bateiseki (Pferdehufstein): Dieser Felsen soll den Hufabdruck des Pferdes von Kaiserin Jingu tragen, als sie davon absprang. Es ist ein beliebter Ort für Pilger, die sich Glück bei Wettkämpfen wünschen.
Riesenmuschel-Chozubachi: Eine riesige Riesenmuschel, die von der Republik Palau gestiftet wurde, dient als Chozubachi (Wasserbecken zur rituellen Reinigung). Dies ist ein in ganz Japan seltener Anblick, der eine Verbindung zur Südsee widerspiegelt.
Älteste Teekanne: Der „Kuroyu-shiji-ko“ (Schwarzglasierter Vierohr-Krug), ein kulturhistorisches Gut der Präfektur, ist als das älteste erhaltene Exemplar der Karatsu-Keramik bekannt, das eine Inschrift aus Tensho 20 (1592 n. Chr.) trägt.
Informationen zur Anime- und Medienpilgerreise
Katsumoto-cho in Iki City, wo sich das Shoumo-gu jinja befindet, ist auch ein historischer Ort, der mit dem Anime „Angolmois: Genko Kassenki“ in Verbindung steht, der die mongolischen Invasionen (Genko) zum Thema hat.
Ganz in der Nähe des Jinja-Geländes steht ein Denkmal, das den „Landungsort der mongolischen Armee“ markiert und es Besuchern ermöglicht, den Schauplatz der grausamen Schlachten, die im Anime dargestellt werden, hautnah zu erleben. Darüber hinaus diente die gesamte Insel Iki als Modell für „Iki Island“, den zusätzlichen Inhalt des Open-World-Jidaigeki-Actionspiels „Ghost of Tsushima“. Die verwinkelte Hafenstadt um Katsumoto und die Atmosphäre des Jinja sind für Spielefans als „heilige Stätten“ unglaublich populär geworden.
Wer Glück im Sieg und die Berührung historischer Mysterien sucht, sollte unbedingt das Shoumo-gu jinja auf Iki besuchen.
