Die „Osumi-san“, die den Sommer in Hiroshima ankündigt – Die Sumiyoshi Jinja, wo man den Erinnerungen an den Kami der Reinigung und den Anime „In This Corner of the World“ nachspüren kann.

Der Sumiyoshi Jinja in Sumiyoshi-cho, Naka-ku, Hiroshima, ist seit Langem unter dem liebevollen Namen „Osumi-san“ bekannt und gilt als ein Symbol des Sommers in Hiroshima. In Hiroshima, der Stadt des Wassers, zieht dieser jinja, der als kami für sichere Seereisen und die Abwehr von Unglück verehrt wird, Gläubige an. In ihm schlummern zahlreiche Geschichten, die die Stürme der Geschichte überstanden haben.

Hier sind einige grundlegende Informationen. Der jinja befindet sich in Sumiyoshi-cho 5-10, Naka-ku, Hiroshima, Präfektur Hiroshima. Die hier verehrten kami sind die Sumiyoshi Sanjin: Sokotsutsu-no-o-no-mikoto, Nakatsutsu-no-o-no-mikoto und Uwatsutsu-no-o-no-mikoto. In einem Nebenschrein sind zudem Okuninushi-no-kami und Kotoshironushi-no-kami verankert. Die Gründung erfolgte im Jahr 1733 (Kyoho 18). Es begann damit, dass der Shingon-Mönch Mokujiki Kaien den kaiserlichen Schifffahrtsbeauftragten bat und die kami vom Sumiyoshi Taisha in Osaka hierher einlud.

Eines der drei großen Feste Hiroshimas ist das Sumiyoshi Matsuri, auch bekannt als Sumiyoshi-san. Die drei großen Feste, die den Sommer in Hiroshima prägen, sind das Toka-san im Juni, das Ebessan im November und eben das Sumiyoshi-san im Juli. Besonders bekannt ist das Hiroshima Kangensai, das auf dem Honkawa-Fluss (einst Ota-gawa) stattfindet. Dieses Fest ist dem Kangensai nachempfunden, das im Itsukushima Jinja auf Miyajima abgehalten wird. Dabei ziehen Kogidenbasen, spezielle Ruderboote, ein Gozabune, ein heiliges Boot, das den Geist der kami trägt. Es ist ein elegantes und zugleich kraftvolles shintoistisches Ritual, bei dem das Boot begleitet von Klängen der höfischen Gagaku-Musik den Fluss hinaufgleitet.

Mysteriöse Geschichten erzählen von der göttlichen Kraft, die ein Feuer stoppte, und einer Neuansiedlung durch Rauch. Im Sumiyoshi Jinja werden noch heute wundersame Legenden über seine spirituelle Wirkung erzählt. Im Jahr 1798 (Kansei 10) brach im Kakomachi, einer Stadt vor dem jinja-Tor, ein großes Feuer aus. Obwohl sich das Feuer mit großer Wucht ausbreitete, soll es auf wundersame Weise genau beim Erreichen des jinja-Geländes des Sumiyoshi Jinja zum Stillstand gekommen sein. Doch obwohl das Feuer gelöscht war, wurde das jinja-Gebäude durch den Rauch des Brandes stark verschmutzt. Die Menschen damals hielten es für ehrfurchtgebietend, dass das heilige jinja-Gebäude durch Rauch verunreinigt wurde, und so beschloss man im folgenden Jahr, 1799, eine Senza, also eine Neuansiedlung, am heutigen Standort vorzunehmen. Der Tag dieser Neuansiedlung ist der Ursprung des Datums für das heutige Reitaisai, das Sommerfest.

Erinnerungen an die Atombombe vermitteln die Hibaku-matsu und das Geländer. Der Sumiyoshi Jinja, der sich in unmittelbarer Nähe von etwa 1,3 km zum Hypozentrum befand, brannte am 6. August 1945 bei dem Atombombenabwurf vollständig nieder. Ein Kiefernbaum auf dem Gelände widerstand jedoch den heftigen Hitzestrahlen und dem Explosionsdruck. Obwohl Teile verbrannt waren, überlebte er. Diese sogenannte Hibaku-matsu, die Atombomben-Kiefer, ist noch heute auf dem Gelände erhalten und vermittelt still die Kostbarkeit des Friedens. Auch das Geländer der nahegelegenen Sumiyoshi-Brücke, ein wertvolles Relikt, das sein Aussehen aus der Zeit des Abwurfs bewahrt hat, wurde als eine der „Zehn Atombomben-Sehenswürdigkeiten“ ausgewählt.

Pilgerstätte: Schauplatz des Anime „In This Corner of the World“. Der Sumiyoshi Jinja und seine Umgebung sind auch als Pilgerstätte für den Film und Anime „In This Corner of the World“ bekannt. Der Sumiyoshi Jinja und die Sumiyoshi-Brücke erscheinen in Szenen, in denen die Protagonistin Suzu-san in ihrer Kindheit Nakajima Honmachi, das heutige Gebiet des Friedensgedenkparks, besucht, und in Darstellungen des Alltags in Hiroshima vor dem Krieg. Die lebendige Landschaft dieser Gegend, die einst als Drehscheibe für den Wassertransport florierte und von vielen Menschen belebt wurde, hat sich durch das Werk in die Herzen vieler Fans eingebrannt. Beim Besuch des jinja kann man die Atmosphäre der damals im Werk dargestellten Zeit und das Leben der Menschen in Hiroshima, die mit dem Fluss lebten, nachempfinden.

Eine Besonderheit des Setsubun-Fests ist das Yakikagashi Shinji. Obwohl die Sommerfeste berühmt sind, sollte man das Setsubun-Matsuri im Winter nicht verpassen. Beim Yakikagashi Shinji, einem Ritual, das alte Bräuche aus der Heian-Zeit wieder aufleben lässt, werden die Köpfe von etwa 1.000 Sardinen gegrillt, um mit ihrem starken Geruch und Rauch böse Geister, die Oni, zu vertreiben. Das Fleisch dieser gegrillten Sardinen wird an die Besucher verteilt, und viele Menschen, die sich gute Gesundheit wünschen, beleben den jinja. Als Schutz-kami der Wasserstadt und als Zeuge der Geschichte wacht der Sumiyoshi Jinja bis heute unverändert sanft über die Stadt und die Menschen Hiroshimas.

Von ando