Grundlegende Informationen
Name: Shinmei jinja (Shinmei jinja) – auch bekannt als Shinojima Shinmei jinja
Standort: 101 Kobe, Oaza Shinojima, Minamichita-cho, Chita-gun, Aichi-ken
Verehrte Kami: Ōtsuchimiyanokami, Ōtoshikami, Uganomitamanokami
Anreise: Mit dem Schnellboot vom Morozaki Port oder Kowa Port nach Shinojima. Vom Shinojima Port sind es ca. 10–15 Minuten zu Fuß.
Der einzigartige Schrein, erbaut aus „Geschenken“ des Ise Jingu
Der Shinmei jinja, der sich auf Shinojima, einer abgelegenen Insel in Minamichita, befindet, hat eine äußerst besondere Geschichte unter den zahlreichen Shinmei-sha im ganzen Land. Das größte Geheimnis und Merkmal ist seine tiefe Verbindung zum „Shikinen Sengu“ des Ise Jingu, einem Ritual, das alle 20 Jahre stattfindet.
Tatsächlich besteht seit über 1200 Jahren die Tradition, dass demontiertes Altholz vom Inneren Schrein (Naiku, genauer gesagt vom östlichen oder westlichen Hoden) des Ise Jingu direkt nach Shinojima gestiftet und als Schreinbau (shaden) des Shinmei jinja „neu errichtet“ wird. Das bedeutet, dass der Schreinbau dieses jinja „genau das Gebäude ist, das einst neben dem Hauptheiligtum des Ise Jingu stand“. Darüber hinaus wird das im Shinmei jinja 20 Jahre lang genutzte Altholz an den angrenzenden Hachioji-sha weitergegeben und dort weitere 20 Jahre verwendet. Hier gibt es eine großartige Geschichte des Recyclings: Ein einziger Holzstamm schützt insgesamt 60 Jahre lang ein Heiligtum – 20 Jahre in Ise und 40 Jahre in Shinojima.
Die über 1000 Jahre alte Legende des „Onbedai“
Shinojima wurde seit der Antike als „miniedokoro“ bezeichnet, das heißt als Ort, an dem Speisen zur Darbringung an die Kami gesammelt wurden. Der Ursprung reicht zurück zur Legende der Prinzessin Yamatohime-no-mikoto, der Tochter des 11. Kaisers Suinin.
Als Yamatohime-no-mikoto, die auf der Suche nach einem Ort zur Verehrung der Amaterasu Omikami reiste, auf Shinojima Halt machte, war sie so beeindruckt von der Köstlichkeit des von den Inselbewohnern dargebotenen Meerbrassen, dass sie befohlen haben soll: „Diesen Meerbrassen soll man auch den Kami von Ise darbringen.“ Seitdem wird das Shinto-Ritual, bei dem die Fischer von Shinojima gesalzenen „Onbedai“ (Meerbrassen) dem Ise Jingu darbringen, seit über 1000 Jahren ununterbrochen fortgesetzt.
Das „niemals zu sehende“ Ritual der Sperrzone, bei dem die Insel in Dunkelheit gehüllt wird
Im Shinmei jinja gibt es ein geheimnisvolles Shinto-Ritual, das bis heute streng befolgt wird: das „Owatarisama (Owatari)“, das jedes Jahr in der Nacht des 3. Januar stattfindet.
In dieser Nacht begeben sich die Kami des Hachioji-sha zum Shinmei jinja. Währenddessen werden alle Straßenlaternen und Hausbeleuchtungen auf der Insel ausgeschaltet, und die gesamte Insel taucht in völlige Dunkelheit. Die Inselbewohner glauben, dass „ihre Augen erblinden, wenn sie die Kami sehen“, und bleiben daher ruhig in ihren Häusern, ohne nach draußen zu schauen. Auch in der heutigen Zeit ist dieses Ritual, das mit Unterstützung des Stromversorgers durch eine vorübergehende Abschaltung der Stromversorgung der gesamten Insel durchgeführt wird, wahrhaftig ein „lebender Mythos“.
Pilgerinformationen: Als Schauplatz des Anime „The Quintessential Quintuplets∽“
Shinojima ist auch als Schauplatz des beliebten Anime „The Quintessential Quintuplets∽“ (Sonderfolge) bekannt. In der Serie wurde gezeigt, wie Futaro Uesugi und die Fünflinge der Familie Nakano die Insel auf ihrer Abschlussreise besuchen.
Der Shinmei jinja und seine umliegende Landschaft sowie die charakteristischen engen Gassen der Insel sind originalgetreu nachgebildet und machen den Ort zu einem „heiligen Ort“ für Fans. Insbesondere wird gesagt, dass der gemeinsame Besuch des Shinmei jinja und des dazugehörigen Hachioji-sha Glück bei der Partnersuche bringen soll, weshalb viele Fans diesen Ort besuchen, um das Thema „Bindung“ des Werks zu erleben.
Hintergrundgeschichte der Verehrung: „Miya-meguri“ – Schreine, die man vor dem Besuch des Ise Jingu besuchen sollte
In der Edo-Zeit, als die Ise-Pilgerfahrt populär war, war es für fromme Pilger üblich, eine „Miya-meguri“ (Schrein-Tour) zu unternehmen und auf dem Weg nach Ise im Shinmei jinja auf Shinojima Halt zu machen. Es heißt, dass man, wenn das Wetter schlecht war und man die Insel nicht erreichen konnte, von Futamiura in Ise aus in Richtung Shinojima betete.
Noch heute wird eine anspruchsvolle Art der Verehrung weitergegeben: Der Besuch dieser Insel vor dem Ise Jingu soll tiefere Segnungen bringen. Die gesamte Insel ist von einer geheimnisvollen Atmosphäre wie einem Kraftort umhüllt, und schon ein einziger Schritt auf sie lässt eine heilige Zeit erleben, die vom Alltag losgelöst ist.
Zugehörige Links und Referenzen
