Die Keta Taisha jinja, gelegen in Hakui, Präfektur Ishikawa, ist die Ichinomiya (höchste Shinto-Schreinstätte) der ehemaligen Provinz Noto und blickt auf eine über 2100-jährige Geschichte zurück. Wie ihr Name andeutet, ist sie als Ort bekannt, an dem viel „Ki“ (spirituelle Energie) zusammenströmt und wird seit alters her als einer der führenden Kraftorte der Hokuriku-Region verehrt. Diesmal tauchen wir tief in die mysteriösen Legenden dieses alten Schreins und seine Rolle als moderner Anime-Pilgerort ein.
Grundlegende Informationen
Haupt-kami: Ōnamuchi no Mikoto (Ōkuninushi no Mikoto)
Standort: Jike-machi Ku 1-1, Hakui, Präfektur Ishikawa
Ursprung: Der Überlieferung des Schreins zufolge begann die Geschichte, als Ōnamuchi no Mikoto mit über 300 kami aus Izumo nach Noto kam, das Land befriedete und sich hier niederließ. Es ist ein traditionsreicher, berühmter kami-Schrein, an dem auch der Manyoshu-Dichter Ōtomo Yakamochi betete und Gedichte verfasste.
Das Geheimnis des „Irazu-no-Mori“ (Verbotener Wald), in den 3500 Jahre lang niemand eintreten durfte
Hinter dem Honden (Hauptschrein) der Keta Taisha erstreckt sich ein weitläufiger Urwald namens „Irazu-no-Mori“, der etwa 3,3 Hektar umfasst. Dieses Gebiet ist als nationales Naturdenkmal ausgewiesen, doch sein hervorstechendstes Merkmal ist, dass es sich um eine „vollständig verbotene Zone“ handelt.
Strenges Tabu: Selbst der Gūji (Oberpriester) darf das Gebiet nur einmal im Jahr (beim Okumiya Reisai am 30. Dezember) betreten. Dabei wird ein äußerst strenges Ritual befolgt, bei dem er mit verbundenen Augen eintreten muss.
Kaiser Showas Gedicht: Als Kaiser Showa 1983 ausnahmsweise diesen Wald betrat, dichtete er: „Ein Wald des Schreins, unberührt von Äxten, ich sah seltene Bitterorangen wachsen.“ Damals durften neben dem Kaiser nur wenige Spezialisten ihn begleiten.
Die Legende des Uminari Kobōzu: Es gibt die Überlieferung des „Uminari Kobōzu“ (Seegrollen-Mönchlein), wonach seltsame Geräusche aus dem Wald zu hören sind. Seit alters her haben die Menschen diesen Wald als ehrfurchtgebietendes Objekt bewahrt.
Wird ein Kormoran zum kami? Das seltsame „Umatsuri“ (Kormoranfest)
Das „Umatsuri“, das jedes Jahr am frühen Morgen des 16. Dezember stattfindet, ist ein sehr seltenes Shinto-Ritual, das auch als wichtiges immaterielles Volkskulturgut des Landes ausgewiesen ist.
Usama Dochuu: Ein in Nanao-shi Ura-machi gefangener Wildkormoran wird von diesem Moment an als „Usama“ (verehrter Kormoran), also als kami, behandelt. Drei „Utoribe“ (Kormoranfänger) tragen ihn in einem Korb dreimal täglich über eine etwa 40 km lange Strecke zu Fuß.
Wahrsagen anhand der Bewegungen: Die Bewegungen des Kormorans, der in der Dunkelheit des Haiden (Gebetshalle) freigelassen wird, bis er auf einem An (Opfertisch) vor dem kami landet, werden genutzt, um die Ernte des nächsten Jahres vorherzusagen. Es ist ein sehr spannungsgeladenes Ritual; ein Jahr, in dem der Kormoran nur schwer auf den An steigt, gilt als Unglück.
Der kami mit 181 Kindern? Die stärkste „En-musubi“ (Heiratsvermittlung)
Der Haupt-kami Ōnamuchi no Mikoto wird in der Mythologie als jemand beschrieben, der sich mit vielen kami-Damen verband und 181 Kinder zeugte. Daher genießt er einen immensen Glauben als kami der Heiratsvermittlung.
Tsutachi Musubi: Am „Tsutachi Musubi“, das jeden ersten Tag des Monats stattfindet, können Besucher nach dem Tsukinamisai (Monatsfest) kostenlos um eine gute Partnerschaft beten, und viele Pilger aus dem ganzen Land kommen dazu.
Herzförmige Ema und „Musubi Shin’en“: Auf dem Schreingelände befindet sich der „Musubi Shin’en“ (Garten der Bindung), wo die Besucher kleine Steine mit ihren Wünschen aufstapeln können und der als Zeichen vieler „Verbindungen“ beliebt ist.
Anime-Pilgerreise: „Kimi wa Houkago Insomnia“ (Du bist nach der Schule Schlaflosigkeit)
In der beliebten Manga- und Anime-Serie „Kimi wa Houkago Insomnia“, die in Hakui spielt, tritt die Keta Taisha als einer der wichtigen Pilgerorte auf.
Szenen im Werk: Der Schrein wird in Szenen dargestellt, in denen die Hauptfiguren Nakami Ganta und Magari Isaki ihn während eines Festivals besuchen. Der detailgetreu gezeichnete Haiden und das Torii sind für Fans auf den ersten Blick erkennbar. In den Episoden 8 und 9 des Animes kann man seine majestätische Erscheinung zusammen mit der wunderschönen Landschaft von Noto bewundern.
Noto-Halbinsel-Erdbeben 2024 und der Weg zum Wiederaufbau
Das Noto-Halbinsel-Erdbeben, das im Januar 2024 stattfand, verursachte auch Schäden an der Keta Taisha, wobei die Schreingebäude, die wichtige Kulturgüter sind, sich neigten. Glücklicherweise wurde ein großflächiger Einsturz vermieden, und derzeit werden täglich Gebete für den Wiederaufbau abgehalten.
Der Name „Keta“ bedeutet „viel Ki“. Auch in schwierigen Zeiten bleibt die kraftvolle Energie, die diesen Ort erfüllt, unverändert und spendet den Besuchern weiterhin Heilung und Mut. Wenn Sie Noto besuchen, stehen Sie unbedingt vor diesem geheimnisvollen Wald und spüren Sie sein „Ki“.
Verwandte Links und Referenzen
[1] https://hazuya.info/keta-taisha-wonders/
[2] https://www.youtube.com/watch?v=WAra6rGA9rM
[3] https://intojapanwaraku.com/rock/culture-rock/104828/
[4] https://tabizine.jp/2022/06/20/471592/
[5] https://keta.jp/event/umatsuri/
[6] https://keta.jp/inportant/2024/1569/
[7] https://www.hot-ishikawa.jp/spot/detail_5091.html
[8] http://kunitama.jp/kameisya/s419_keta
[9] https://keta.jp/history-dev/
[10] https://jyun-en.jp/shrine/%E6%B0%97%E5%A4%9A%E5%A4%A7%E7%A4%BE/
[11] https://kanazawa-fc.jp/location/173/
[12] https://www.city.nanao.lg.jp/koho/shise/koho/kohonanao/h19/documents/2.pdf
[13] http://noto-satoyamasatoumi.jp/detail.php?tp_no=165
[14] https://otakara-aid.com/%E6%B0%97%E5%A4%9A%E5%A4%A7%E7%A4%BE%E3%81%A8%E8%83%BD%E7%99%BB%E5%8D%8A%E5%B3%B6%E5%9C%B0%E9%9C%87%E3%80%90%E7%A5%9E%E7%A4%BE%E3%81%8C%E6%94%AF%E3%81%88%E7%B6%9A%E3%81%A6%E3%81%8D%E3%81%9F/
