Eine eingehende Betrachtung von Takei Jinja, dem Schutzgott des Zenkōji-Viertels! Die Bindung zur Familie Sanada und das Geheimnis der Legende vom Raijū.

Das Takei Jinja (たけいじんじゃ) liegt still und doch kraftvoll in der Tempelstadt von Zenkoji in Nagano City, Präfektur Nagano. Es zählt zu den „Zenkoji Nanasha“ (Sieben Schreine von Zenkoji), die den Zenkoji-Tempel umgeben, und wird seit alters her als Schutzgott (Ubusunagami) dieses Ortes verehrt. Dieses Mal stellen wir Ihnen wenig bekannte Episoden und Legenden des Takei Jinja vor, die für Geschichtsfans und Mystery-Liebhaber unwiderstehlich sind.

Basisinformationen zum Takei Jinja

Standort: 188 Higashimon-cho, Nagano, Nagano City, Präfektur Nagano
Haupt-kami: Takeminakata-no-mikoto (たけみなかたのみこと)
Geschichte: Das genaue Gründungsdatum ist unbekannt, doch eine Theorie besagt, dass es mit der Überführung eines kami vom Suwa Taisha seinen Anfang nahm. Als jinja, das den „Nordwesten“ des Zenkoji-Tempels schützt, pflegt es seit alters her eine tiefe Beziehung zu Zenkoji.

Auch Sanada Nobuyuki verehrte es! Tiefe Bande zur Familie Sanada

Wenn man über das Takei Jinja spricht, darf die Verbindung zu Sanada Nobuyuki, dem ersten Lehnsherrn des Matsushiro-Lehens, nicht fehlen.

Als Nobuyuki Matsushiro betrat, schätzte er das Takei Jinja sehr hoch als eine Art „Sochinju“ (allgemeinen Schutz-jinja) des Matsushiro-Lehens. Noch heute ist das „Rokumonsen“ (Sechs-Mon-Münzen), das Familienwappen der Sanada, an den Schreingebäuden zu sehen, was die Wertschätzung der Familie Sanada für dieses jinja verdeutlicht.

Tatsächlich wurden die Schreingebäude des Takei Jinja während der Edo-Zeit mehrfach durch Brände beschädigt, doch jedes Mal wurden sie von der Familie Sanada und den Bewohnern der Tempelstadt wiederaufgebaut. Die heutigen Schreingebäude stehen ebenfalls auf dieser langen Geschichte.

Die Ankunftslegende des „Raiju“ (Donnertier), die die Edo-Zeit erschütterte

Im Takei Jinja ist eine mysteriöse Legende verborgen, die sich hinter den Kulissen der Geschichte ereignete: die Legende des „Raiju“.

Es gibt Aufzeichnungen, dass im Jahr Meiwa 8 (1771) der Edo-Zeit während eines heftigen Gewitters ein „Raiju“ auf das Gelände des Takei Jinja fiel. Historischen Dokumenten jener Zeit zufolge wurde sein Aussehen als „welpenähnlich beschrieben, mit scharfen Krallen und einem furchterregenden Antlitz“.

Es wird auch erzählt, dass dieses Raiju gefangen und als Spektakel nach Edo gebracht wurde, was darauf hindeutet, dass für die Menschen jener Zeit das Raiju nicht nur eine Fantasie, sondern ein reales Objekt des Schreckens war. Das Takei Jinja war somit auch ein Ort, der eine Verbindung zu einer anderen Welt erahnen ließ.

Das Einzige im Zenkoji Monzen! Der Grund für das „Onbashira-sai“

Im Rahmen des „Onbashira-sai“ (Onbashira-Fest) in der Präfektur Nagano ist Suwa Taisha berühmt, doch tatsächlich findet auch im Takei Jinja alle sieben Jahre (nach traditioneller Zählung) ein großes Onbashira-sai statt.

Unter den Zenkoji Nanasha ist es einzigartig für das Takei Jinja, Onbashira in diesem Ausmaß zu errichten und zu ziehen. Dies rührt daher, dass der dort verehrte Haupt-kami, Takeminakata-no-mikoto, derselbe ist wie im Suwa Taisha.

Der Anblick der riesigen Baumstämme, die mit energischen Rufen durch die engen Gassen der Tempelstadt ziehen, ist wirklich beeindruckend. Hier können Sie ein sehr seltenes Schauspiel erleben, bei dem die Kultur von Suwa und die Kultur von Zenkoji Monzen verschmelzen.

Das Geheimnis, das sich im Ursprung des Namens „Takei“ verbirgt

Es gibt verschiedene Theorien bezüglich des Ursprungs des Namens des jinja, „Takei“ (たけい).

Eine Theorie besagt, dass er sich aus „Take“ vom Haupt-kami, Takeminakata-no-mikoto, und „i“ (Brunnen) des klaren Quellwassers zusammensetzt, das in dieser Gegend sprudelte.

Einst war diese Gegend reich an Wasser und ein wichtiger Ort für Pilger des Zenkoji-Tempels, um ihren Durst zu stillen. Auch heute noch spürt man inmitten der friedlichen Atmosphäre des Geländes die Überreste seiner einstigen Rolle als Wasser-kami und Land-kami.

Höhepunkt Ihres Besuchs: Achten Sie auf die verborgenen „Schnitzereien“

Wenn Sie die Schreingebäude besuchen, achten Sie unbedingt auf die Schnitzereien unter den Dachgesimsen. Dort glänzen neben traditionellen Motiven wie Drachen und Löwen auch humorvolle und filigrane Handwerkskünste. Diese sind auch die Verkörperung der Gebete der Menschen jener Zeit, die sich eine Wiederherstellung nach Bränden wünschten.

Wenn Sie Zenkoji besuchen, machen Sie doch einen kleinen Abstecher zum Takei Jinja. Denken Sie an die Geschichte der Familie Sanada, spüren Sie das Geheimnis der Raiju-Legende und erweisen Sie dem Schutz-kami der Tempelstadt Ihre Ehrerbietung.

Verwandte Links / Referenzen

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Von ando