Allgemeine Informationen
Name: Nishinomiya Jinja (Nishinomiya-Schrein)
Standort: 1-17 Shakecho, Nishinomiya City, Präfektur Hyogo
Verehrte Kami:
Erstes Heiligtum: Ebisu-no-Okami (Hiruko-no-Okami)
Zweites Heiligtum: Amaterasu Omikami, Okuninushi-no-Okami
Drittes Heiligtum: Susanoo-no-Okami
Göttliche Segnungen: Geschäftlicher Erfolg, Glück und Wohlstand, Sicherheit auf See
Legende: Die wahre Identität des „ausgesetzten Kami“, der aus dem Meer kam
Es gibt eine Legende, dass der Haupt-Kami des Nishinomiya Jinja, Ebisu-sama, tatsächlich Hiruko ist, der tragische Kami der japanischen Mythologie. Obwohl Hiruko das erste Kind war, das von Izanagi-no-Mikoto und Izanami-no-Mikoto geboren wurde, war er missgebildet und wurde daher in ein Schilfboot gesetzt und auf das Meer hinausgeschickt.
Dieses Boot trieb vor Wada Point im heutigen Kobe an Land. Es heißt, lokale Fischer hätten ihn geborgen und liebevoll verehrt, woraufhin ein Orakelspruch seine Ansiedlung am heutigen Standort von Nishinomiya befahl. Hier verbirgt sich eine wahrhaft ultimative Umkehrgeschichte: Ein „ausgesetzter Kami“, der im Laufe der Zeit zum „Kami des Glücks“ wurde und in ganz Japan verehrt wird.
Mysterium und Hintergrundgeschichte: Warum sind die Kadomatsu „kopfüber“?
Der Nishinomiya Jinja pflegt einen sehr ungewöhnlichen Brauch namens „Sakasakadomatsu“ (kopfüber stehende Kadomatsu), der nur zur Neujahrszeit zu sehen ist. Während bei normalen Kadomatsu die Kiefernzweige nach oben zeigen, werden sie hier absichtlich nach unten gerichtet.
Dahinter steckt eine herzerwärmende Geschichte im Zusammenhang mit Ebisu-sama. Es wird erzählt, dass in der Nacht des 9. Januar Ebisu-sama auf einem heiligen Pferd durch die Stadt patrouilliert. Die Bewohner befürchteten, dass die Kiefernnadeln der Kadomatsu Ebisu-samas Augen verletzen könnten, und so entstand dieser Brauch aus „Rücksichtnahme“. Es ist kein mysteriöser Ort, sondern vielmehr ein „Ort der Rücksichtnahme“, an dem die freundliche Fürsorge der Menschen von Nishinomiya, die Kami nicht verletzen zu wollen, Gestalt angenommen hat.
Historisches Mysterium: Liegen hier die Wurzeln des Bunraku? Der Schatten der „Kugutsushi“
Der Nishinomiya Jinja gilt auch als Geburtsort der traditionellen japanischen darstellenden Kunst „Bunraku (Puppen-Joruri)“. Früher lebten um den Jinja herum Puppenspieler, die „Kugutsushi“ genannt wurden.
Sie reisten durch das ganze Land und führten mit ihren Puppen Geschichten über Ebisu-sama auf, um seine göttlichen Tugenden zu verbreiten. Dies verbreitete sich später auf die Insel Awaji und entwickelte sich zum Bunraku von Osaka. Der „Hyakudayu Jinja“ auf dem Schreingelände verehrt die Ahnen-Kami dieser Kugutsushi und zieht bis heute Gläubige aus der Unterhaltungsbranche an.
Wallfahrt: Schauplatz des „endlosen Sommers“ aus diesem Anime
Für Anime-Fans ist Nishinomiya City bekannt als Schauplatz (heiliger Ort) von „Die Melancholie der Haruhi Suzumiya“. Der Nishinomiya Jinja erscheint ebenfalls in der Serie, besonders berühmt ist die Episode „Endless Eight“.
Der Nishinomiya Jinja ist das Vorbild für den Schrein, den Haruhi und ihre Freunde in Yukata gekleidet in einer Szene des Sommerfestes besuchen. Das leuchtend rote „Omotodaimon (Rotes Tor)“ und die Atmosphäre des Schreingeländes, wie sie im Anime dargestellt sind, sind äußerst detailgetreu nachempfunden, und viele Fans besuchen den Schrein noch heute auf der Suche nach den Spuren des „endlosen Sommers“.
Freude am Besuch: Münzen auf einem riesigen Thunfisch anbringen!?
Jedes Jahr im Januar wird während des „Toka Ebisu“ ein riesiger Thunfisch von über 200 kg als Opfergabe dargebracht. Es heißt, das Anbringen von Münzen am Körper dieses Thunfischs bringe „Geld (geschäftlichen Erfolg)“, und der Anblick der vollständig mit Münzen bedeckten Oberfläche des Thunfischs ist beeindruckend.
Darüber hinaus ist das „Omotodaimon“, der Startpunkt des landesweit bekannten „Fuku Otoko Erabi“ (Wahl des Glücksmannes), ein wichtiges Kulturgut, das angeblich von Toyotomi Hideyori wieder aufgebaut wurde. Der volle Sprint vom 230 Meter entfernten Tor bis zum Hauptschrein ist tatsächlich ein historisches Shinto-Ritual, das seit der Edo-Zeit fortgesetzt wird.
Der Nishinomiya Jinja ist nicht nur ein Ort für den Kami des geschäftlichen Erfolgs, sondern auch ein Ort, der die Stärke des Überwindens mythischer Tragödien und die Freundlichkeit der lokalen Bevölkerung vereint. Schlendern Sie unbedingt durch den Jinja und lassen Sie die historischen Hintergründe auf sich wirken.
