Basisinformationen
Die Izushi Jinja (いずしじんじゃ), gelegen in Miyauchi, Izushi-cho, Toyooka-shi, Präfektur Hyogo, ist ein alter Schrein, der seit jeher als das angesehenste Ichinomiya (erster Schrein) der Provinz Tajima (Tajima no Kuni) verehrt wird.
– Standort: Hyogo-ken, Toyooka-shi, Izushi-cho, Miyauchi 99
– Hauptkami: Izushi Yamae no Okami (いずしやまえのおおかみ), Ame no Hiboko no Mikoto (あめのひぼこ)
– Schreinstatus: Ichinomiya der Provinz Tajima, ehem. Kokuhei Chusha, Shikinaisha (Myojin Taisha)
Der Schrein befindet sich in einer ruhigen Siedlung, etwas abseits des Shinkoro (辰鼓楼), dem Wahrzeichen von Izushi. Die weitläufigen Schreinanlagen sind von einer feierlichen Atmosphäre umgeben.
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Legende: Prinz Ame no Hiboko aus Silla und das Rätsel seiner Ankunft
Untrennbar mit der Geschichte der Izushi Jinja verbunden ist die Legende von Ame no Hiboko no Mikoto (あめのひぼこ), ihrem Hauptkami. Laut dem Kojiki und Nihon Shoki war er ein Prinz von Silla (antikes Korea), der einer schönen Frau, die aus einem roten Juwel geboren wurde, nach Japan folgte.
Als er sich in Japan niederließ, überreichte er dem damaligen Kaiser die „Ya-kusa no Kandakara“ (八種の神宝), acht Arten von Sakralschätzen. Dies waren geheimnisvolle Schätze mit spiritueller Kraft, darunter Juwelen, Spiegel, Schwerter und das „Hahuto no Tama“ (羽太の玉). Die Izushi Jinja verehrt diese acht Arten von Sakralschätzen als Izushi Yamae no Okami, was die bedeutende Rolle der Einwandererkultur bei der Entwicklung dieser Region verdeutlicht.
Mysterium: Die „Seto-Passage“, die ein Schlammmeer trockenlegte
Einer Legende zufolge war das Izushi-Becken einst ein riesiges „Schlammmeer“ (See), umgeben von Bergen. Um dieses Gebiet in fruchtbares Land zu verwandeln, das Menschen bewohnen konnten, soll Ame no Hiboko die Felswand bei Seto (heutiges Seto, Toyooka-shi), dem Ausgang des Beckens, entweder eingetreten oder durchbrochen und das Wasser ins Japanische Meer abgeleitet haben.
Diese dynamische Urbarmachungslegende ist nicht bloß ein Mythos. Geologisch wird darauf hingewiesen, dass dieses Gebiet tatsächlich einmal ein See gewesen sein könnte, und es wird angenommen, dass die Erinnerung an eine Gruppe mit fortschrittlicher antiker Wasserwirtschaft, die dieses Land erschloss, als „Mythos“ erhalten geblieben ist.
Hintergrundinformation: Eine weitere Spur von Ame no Hiboko und die Ishigami Jingu
In den „Ya-kusa no Kandakara“, die Ame no Hiboko mitbrachte, verbirgt sich ein historisches Mysterium. Tatsächlich gibt es die Theorie, dass die „Jusshu no Jindara“ (zehn Arten von Sakralschätzen), die in der Ishigami Jingu (いそのかみじんぐ) in der Präfektur Nara überliefert sind, und die „Ya-kusa no Kandakara“ der Izushi Jinja im Inhalt sehr ähnlich sind und möglicherweise dieselben Wurzeln haben.
Zudem reiste Ame no Hiboko, bevor er sich in Izushi niederließ, durch verschiedene Regionen wie Harima (播磨, südliche Präfektur Hyogo) und Omi (近江, Präfektur Shiga). Es gibt Schreine, die ihm gewidmet sind, und Spuren seiner Erschließungsarbeiten in verschiedenen Regionen. Warum wählte er schließlich Izushi als seinen letzten Wohnort? Darin spiegeln sich die delikate Distanz zum damaligen Yamato-Hof und die antiken politischen Absichten wider, die Handelsrouten an der Seite des Japanischen Meeres zu kontrollieren.
Episode: Der Liebesstreit um die schöne Kami „Izushi Otome“
Das Kojiki berichtet von einer sehr romantischen und etwas grausamen Episode, die mit den Kami der Izushi Jinja verbunden ist: ein Wettstreit zwischen Götterbrüdern um Izushi Otome (いずしおとめ).
Izushi Otome, die als Tochter (oder Nachfahrin) von Ame no Hiboko gilt, wurde wegen ihrer Schönheit von vielen Kami umworben. Ein Paar Götterbrüder wettete, ob sie sie für sich gewinnen könnten, doch der ältere Bruder scheiterte, und der jüngere Bruder konnte sie mit Hilfe seiner Mutter erfolgreich heiraten. Da jedoch der ältere Bruder, der die Wette verloren hatte, den versprochenen Preis nicht bezahlte, führte die erzürnte Mutter ein Fluchritual durch, und der Bruder verdorrte. Diese Legende deutet darauf hin, dass Izushi seit alter Zeit ein Ort war, an dem „schöne Frauen“ und „strenge göttliche Gesetze“ koexistierten.
Sehenswürdigkeiten: Die Würde eines „Ichinomiya“ in stiller Majestät
Die heutigen Schreingebäude wurden in der Taisho-Zeit wiederaufgebaut, doch die wuchtige Haiden (Gebetshalle) im Irimoya-Zukuri-Stil (Walmdach mit Giebel) beeindruckt durch ihre Präsenz. In einer Ecke des Geländes befindet sich auch ein überlieferter Ort, an dem Relikte, die Ame no Hiboko gehört haben sollen, vergraben wurden, sodass man bei jedem Schritt den Hauch des Altertums spüren kann.
Nur einen Schritt entfernt vom Trubel der Burgstadt, bekannt für Izushi Soba, sollten Sie unbedingt die Izushi Jinja besuchen, um die Kraft des erschließenden Kami zu spüren, der das Land von Tajima urbar machte.
Weiterführende Links / Referenzen
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