Die Togakushi Jinja, am Fuße des heiligen Berges Togakushi in Nagano City, Präfektur Nagano, gelegen, ist eine heilige Stätte mit einer über 2000-jährigen Geschichte. Hier werden Kami verehrt, die mit einer wichtigen Szene der japanischen Mythologie, der Amanoiwato-Biraki (Öffnung der Himmelshöhle), in Verbindung stehen.
Grundlegende Informationen zur Togakushi Jinja
Die Togakushi Jinja besteht aus den folgenden fünf Schreinen: Der Okusha verehrt Ame-no-Tajikarao-no-mikoto, den Kami für Glück, die Erfüllung von Wünschen und den Sieg im Sport. Im Chusha wird Ame-no-Yagokoro-Omoikane-no-mikoto als Kami der Weisheit, für Studienerfolg und Geschäftserfolg verehrt. Der Hokosha ist Ame-no-Uwaharu-no-mikoto gewidmet, einem Kami für Pionierarbeit, Studium, sichere Geburt und den Schutz von Frauen und Kindern. In der Kuzuryusha wird Kuzuryu Okami als lokaler Kami (Jinushigami) verehrt, der über Wasser, die Quelle des Lebens, wacht und auch als Kami der Zahnschmerzen bekannt ist. Schließlich ist die Hinomicosha Ame-no-Uzume-no-mikoto gewidmet, einem Kami für Tanz, darstellende Künste und Heiratsvermittlung.
Legende und Mysterium: Das ‚Himmelstor‘, das vom Himmel fiel
Im Ursprung der Togakushi Jinja verbirgt sich eine großartige Mythologie.
Als Amaterasu Omikami, die Sonnengöttin, sich in der Amanoiwato (Himmelshöhle) versteckte und die Welt in Dunkelheit gehüllt war, schleuderte der unbesiegbar starke Kami Ame-no-Tajikarao-no-mikoto die Höhlentür mit all seiner Kraft weg. Es wird erzählt, dass der Ort, an dem diese Felsentür durch die Luft flog und herabfiel, der heutige Berg Togakushi wurde.
Der Name ‚Togakushi‘ (wörtlich: ‚Tür versteckt‘) kommt daher, dass der Berg die Tür versteckte. Diese dynamische Legende lebt noch heute in der schroffen Gestalt des Berges weiter.
Die Kuzuryu-Legende und die Hintergrundgeschichte der ‚Zahnschmerzen‘
Die Kuzuryusha, die als der älteste der fünf Schreine gilt, birgt eine mysteriöse Drachengott-Legende.
Einst erschien einem Mönch namens Gakumon, der am Berg Togakushi trainierte, ein Drache mit neun Köpfen. Dieser Drache wurde später zu einem wohlwollenden Kami und wird seitdem als Kami des Wassers verehrt.
Interessant ist, dass dieser Kuzuryu Okami auch als ‚Kami der Zahnschmerzen‘ verehrt wird. Es gibt eine Überlieferung, dass einst eine Person, die unter Zahnschmerzen litt, eine Birne opferte und betete, woraufhin der Schmerz verschwand. Bis heute pilgern unzählige Besucher dorthin, um für ihre Zahngesundheit zu beten.
Ein beeindruckendes Heiligtum: Die Zedernallee des Okusha-Sando
Wenn man von einem symbolträchtigen Anblick der Togakushi Jinja spricht, ist es der etwa 2 km lange Sando (Pilgerweg), der zum Okusha führt.
Nachdem man das rote Zuishinmon in der Mitte des Weges durchschritten hat, erstreckt sich eine ‚Zedernallee‘ mit über 300 riesigen Zedern, von denen einige über 400 Jahre alt sind.
Dieser Ort wurde auch durch einen Werbespot der JR East berühmt, in dem Sayuri Yoshinaga ihn besuchte. Sobald man ihn betritt, verändert sich die Luft, und man spürt eine heilige Präsenz, die unter die Haut geht – es ist einer der führenden Kraftorte Japans.
Informationen zur Anime-Pilgerreise
Die Togakushi Jinja ist als ‚Heiliger Ort‘ des beliebten Anime ‚Tsurune – Kazemai Koukou Kyuudoubu -‚ bekannt, der sich mit der japanischen Bogenschießkunst Kyudo beschäftigt.
Sie diente als Vorlage für die Orte, die die Protagonisten im Anime für ihr Trainingslager besuchen, wobei insbesondere die Zedernallee des Okusha, das Zuishinmon und die Umgebung des Chusha wunderschön dargestellt werden. Die Spiritualität des Bogenschießens in der Stille und die ehrwürdige Atmosphäre von Togakushi passen perfekt zusammen, und viele Fans besuchen den Ort auf der Suche nach der ‚Kraft der Stille‘.
Darüber hinaus ist Togakushi der Ursprungsort des Togakushi-ryu Ninjutsu, und in der Nähe befindet sich das Togakushi Folk Museum und Togakushi-ryu Ninja Museum. Auch für Fans von Ninja-bezogenen Werken (wie ‚NARUTO – Naruto -‚) ist es eine interessante Gegend, um den historischen Hintergrund zu erleben.
Nach dem Besuch der Schreine: ‚Togakushi Soba‘
Wenn Sie vom Besuch der fünf Schreine müde sind, ist ‚Togakushi Soba‘, eine der drei großen Soba-Sorten Japans, ein Muss.
Sie zeichnet sich durch eine einzigartige Anrichteweise namens ‚Bocchi-mori‘ aus und hat eine Geschichte als Opfergabe für die Kami.
Die Togakushi Jinja, wo sich die überwältigende Energie aus der mythologischen Zeit und die Welt des Anime kreuzen. Es gibt keinen besseren Ort, um den Alltag zu vergessen und Körper und Geist zu reinigen.
