Matsusaka Jinja, die Schutzgottheit der Burg Matsusaka: Ein Kraftort, an dem sich 33 Kami versammeln, und das Geheimnis einer „Ruroken“-Pilgerstätte.

Grundlegende Informationen

Standort: 1445 Tonmachi, Matsusaka-shi, Mie-ken
Haupt-kami: Homudawake-no-Mikoto (Hachiman-kami), Ukanomitama-no-kami (Inari-kami)
Enshränkte Neben-kami: Insgesamt 33 kami, darunter Amaterasu-Omikami, Izanagi-no-Mikoto, Izanami-no-Mikoto
Anreise: Etwa 15 Minuten zu Fuß vom JR/Kintetsu Bahnhof Matsusaka, direkt neben den Ruinen der Burg Matsusaka (Matsusaka-jo-ato).

Die Legende des „Oi no Mori“, das Matsusakas Geschichte prägte

Die Geschichte des Matsusaka Jinja ist tief mit der Entstehung der Stadt Matsusaka verbunden. Einst war dieser Ort ein geheimnisvoller Wald, bekannt als „Oi no Mori“ oder „Yoi no Mori“.

Im Jahr Tensho 16 (1588) erkannte der berühmte Sengoku-General Gamo Ujisato die strategische Bedeutung dieses Waldes und ließ hier die Burg Matsusaka errichten. Dabei wurde das ursprünglich dort befindliche „Oi Jinja“ als Schutz-kami der Burg bestimmt, und Hachiman-kami, der kami der Samurai, wurde ebenfalls dort verankert. Dies ist der Grund, warum der Schrein bis zur Edo-Zeit „Gojo Hachiman“ genannt und von den aufeinanderfolgenden Burgherren sowie dem Kishu-Clan hoch verehrt wurde.

Die erstaunliche Verehrung von „33 kami“! Der stärkste Kraftort, an dem kami aus der ganzen Stadt versammelt sind

Das größte Merkmal des Matsusaka Jinja ist die Vielzahl der hier verehrten kami. Während der Meiji-Zeit wurden aufgrund einer Regierungspolitik 17 benachbarte jinja an diesem Ort zusammengeführt. Die Zahl? Unglaubliche 33 kami.

Vom Inari-kami für geschäftlichen Erfolg über den Hachiman-kami für Glück im Wettbewerb, Izanagi und Izanami für Liebesbeziehungen bis hin zu kami für Bildung und die Heilung von Krankheiten – der Schrein ist wahrhaftig ein „Kaufhaus der kami“. Es heißt, dass man durch den Besuch dieses einen Ortes alle Arten von Segnungen empfangen kann, was ihn zu einem der wichtigsten Kraftorte Matsusakas macht.

Ein Muss für „Rurouni Kenshin“-Fans! Der Pilgerweg, der zur Filmkulisse wurde

Für Anime- und Manga-Fans ist das Gebiet, das vom Matsusaka Jinja zum direkt angrenzenden „Gojo Ban Yashiki“ führt, nicht zu übersehen.

Dieser Ort ist als Drehort für den Realfilm „Rurouni Kenshin: The Final Chapter – The Beginning“ bekannt. Dieser Weg mit seinem Kopfsteinpflaster und den wunderschönen Hecken, die seit der Edo-Zeit erhalten geblieben sind, erinnert stark an die Atmosphäre Kyotos in der Bakumatsu-Ära. Vom Gelände des Matsusaka Jinja aus kann man diese historische Landschaft überblicken, und viele Fans besuchen ihn als „heiligen Ort“, an dem sie beim Gebet in die Welt des Werkes eintauchen können.

Das Vorbild von Issun-boshi? Der kami der „Krankheitsheilung“, versteckt auf dem Schreingelände

Auf dem Schreingelände befindet sich ein kleines Schreingebäude namens „Sukuna Hikona no Mikoto Sha“. Der hier verehrte Sukuna Hikona no Mikoto ist tatsächlich ein kleiner kami, der angeblich das Vorbild für das Märchen „Issun-boshi“ war.

Er ist auch als kami der Medizin und des Sake bekannt und soll besonders starke Segnungen zur Heilung von Krankheiten gewähren. Nicht nur der große Hauptschrein, sondern auch dieser kleine, aber mächtige kami ist ein Ziel für erfahrene Besucher.

Der „Choju Kusunoki“ als Symbol der Lebenskraft und seine Geheimnisse

Auf dem Schreingelände ragt ein riesiger Baum namens „Choju Kusunoki“ (Langlebiger Kampferbaum) empor. Sein Erscheinungsbild mit einem großen Loch an der Basis strahlt überwältigende Lebenskraft aus und ist zu einem der Wahrzeichen Matsusakas geworden.

Darüber hinaus gibt es in Matsusaka verschiedene geheimnisvolle Hintergrundgeschichten, die für eine Burgstadt typisch sind, wie die Legende von Steintlaternen, denen man einst nachsagte, dass sie Unheil bringen, wenn man sie berührte. Das Matsusaka Jinja wacht als der „helle“ Schutzpatron dieser Stadt auch heute noch still neben den Ruinen der Burg Matsusaka über die Stadt.

Verwandte Links und Referenzen

Von ando