Die Shima jinja (Shima-Schrein) befindet sich in Nakanoshima, Wakayama-shi, Präfektur Wakayama. Obwohl sie heute still und leise in einem Wohngebiet liegt, ist sie tatsächlich eine äußerst angesehene alte jinja, die bereits im „Engishiki Jinmyōchō“ aus der Heian-Zeit als Meishin Taisha, der höchsten Kategorie von Schreinen, aufgeführt wurde. Im Folgenden stellen wir Ihnen die Mysterien vor, die sich hinter dieser jinja verbergen, sowie faszinierende lokale Anekdoten, die von Generation zu Generation weitergegeben werden.
Basisinformationen
Standort: 677 Nakanoshima, Wakayama-shi, Präfektur Wakayama
Haupt-kami: Nakatsushima-hime no Mikoto (soll ein anderer Name für Ichikishima-hime no Mikoto sein)
Mit-verehrter kami: Ikutama no Kami
Ehemaliger Schreinstatus: Meishin Taisha, Präfekturschrein (Kensha)
1. Uralte Erinnerungen, verborgen im Namen „Shima“
Der Name der jinja, „Shima“, leitet sich von der Tatsache ab, dass dieser Ort einst eine „Nakasu“ (Sandbank oder Insel) war, die an der Mündung des Kinokawa-Flusses schwamm. In der Antike wurde dieses Gebiet „Nakatsushima“ genannt, eine heilige Insel, die durch den vom Fluss angeschwemmten Sand und Schlamm entstand.
Die Haupt-kami Nakatsushima-hime no Mikoto war genau diese „Kami der Insel“ und wurde als Göttin verehrt, die das Wasser schützt. Obwohl das Gebiet heute mit dem Festland verbunden ist, kann man, wenn man das Schreingelände betritt, noch die Überreste einer einstigen heiligen Wasserregion spüren.
2. Das Mysterium des legendären „Funadama no Kami“ und des Kii-Clans
Die Shima jinja birgt ein großes Rätsel, das Geschichtsfans zum Staunen bringt: die Beziehung zum einflussreichen alten Adelsclan, dem Kii-Clan.
Im alten Dokument „Sumiyoshi Taisha Jindai-ki“ aus der Heian-Zeit steht geschrieben, dass der Funadama no Kami, ein Nebenschrein der Sumiyoshi Taisha, von den Kii verehrt wurde und seine wahre Identität die drei Schreine Shima-jin, Shizuhibi-jin und Date-jin sei. Es gibt also die Theorie, dass die Shima jinja ursprünglich ein Schrein war, der die „Seele der Schiffe“ zum Schutz der Seefahrt und der Boote verehrte.
Interessanterweise betont die aktuelle Schreinvertretung jedoch keine direkte Verbindung zum Kii-Clan und verehrt Nakatsushima-hime no Mikoto als Haupt-kami. Unter einigen Besuchern wird das Gerücht geflüstert, dass „man eine unerwartete Reaktion vom Schrein erhält, wenn man nach den historischen Wurzeln fragt“, und das Mysterium, das zwischen wissenschaftlicher Theorie und der Tradition des Schreins liegt, regt die Entdeckerlust an.
3. Der „Wunder-Ginkgo“, der die Haupthalle schützte
In der Shima jinja gibt es eine wundersame Geschichte, die die Kriegsflammen überstanden hat.
Während der großen Luftangriffe auf Wakayama im Jahr 1945 (Shōwa 20) wurde das Stadtzentrum von Wakayama von heftigen Bränden heimgesucht. Auch das Gelände der Shima jinja war in Gefahr, doch es wird erzählt, dass ein riesiger Ginkgo-Baum, der sich damals auf dem Gelände befand, als „Schild“ diente und die Haupthalle vor den lodernden Flammen schützte.
Dank dessen blieb die wertvolle Haupthalle (von der Präfektur Wakayama als Kulturgut ausgewiesen), die 1678 (Enpō 6) errichtet wurde, vor der Zerstörung bewahrt und zeigt uns noch heute ihre wunderschöne Gestalt.
4. Ein Kraftort, um seine Ambitionen zu verfeinern
In den letzten Jahren hat die Shima jinja aufgrund ihres Namens, der „Shima“ (was auch „Ambitionen verfeinern“ bedeuten kann), heimlich Aufmerksamkeit bei Prüflingen und Menschen auf sich gezogen, die neue Herausforderungen beginnen.
Besonders beliebt sind die angebotenen Omamori (Schutzamulette). Es gibt auch „Sonderfarben“ mit eleganten Designs, die mit Blattgold verziert sind. Immer mehr Besucher kommen von weither, um Körper und Geist zu reinigen und die Kraft zu erhalten, ihre eigenen Überzeugungen zu stärken.
Informationen zur Anime-Pilgerreise (Seichi Junrei)
Für Fans des beliebten Anime „Summertime Render“, der in Wakayama-shi spielt, ist diese Gegend ein unübersehbarer Ort.
Das Modell für die Hauptbühne der Geschichte, „Hitogashima“, ist zwar Tomogashima, aber in den Stadtszenen sind zahlreiche realistische Landschaften aus Wakayama-shi zu sehen. Die Umgebung von Nakanoshima, wo sich die Shima jinja befindet, ist ebenfalls ein Ort, der die Atmosphäre Wakayamas, durch die der Protagonist Shinpei und seine Freunde rannten, stark bewahrt hat.
Das Schlüsselwort „Shima“ im Namen der jinja und die tiefe Geschichte, die wie ein „Schatten“ seit der Antike existiert, sind in gewisser Weise mit der mysteriösen Welt des Werkes verbunden. Bevor Sie nach Kada oder Tomogashima aufbrechen, könnte ein Besuch dieser Meishin Taisha, die die Quelle der Geschichte Wakayamas ist, eine tiefere Freude an Ihrer Pilgerreise zu den Anime-Schauplätzen bieten.
Abschließend
Obwohl die Shima jinja kein glamouröses Touristenziel ist, vereinen sich hier viele Geschichten: die Kami des Wassers, die Kami der Schiffe und der Baum, der die Kriegsflammen überstand. Wenn Sie Wakayama besuchen, sollten Sie unbedingt diese „Insel, auf der man seine Ambitionen verfeinert“ besuchen und sich den Geheimnissen hingeben, die seit der Antike existieren.
