Grundlegende Informationen
Name: Okitsushima jinja (Okitsushima Jinja)
Standort: 7414 Fukurasan, Fukura, Konan-machi, Koriyama-shi, Fukushima-ken
Verehrte Gottheiten (kami): Munakata Sanjojin (Ichikishimahime no Mikoto, Tagirihime no Mikoto, Takitsuhime no Mikoto)
Geschichte: Dieser alte jinja soll im Jahr 866 (Jogan 8 der Heian-Zeit) durch eine rituelle Einladung (kanjo) aus dem Munakata Taisha (oder Usa Jingu) in der Provinz Chikushi hierhergebracht worden sein. Er ist ein Kandidat für die „Shikinaisha“ (jinja, die im Engishiki Jinmyocho verzeichnet sind) und war seit alters her ein Zentrum des Glaubens in dieser Region.
Das Geheimnis der „Meeresgöttin“ und des „versteckten Hafens“, die in den tiefen Bergen ruhen
Das größte Rätsel dieses jinja liegt in seinem Namen. „Okitsushima“ (Okitsushima) bedeutet ursprünglich „Insel eines versteckten Hafens“, und die hier verehrten Gottheiten sind die Munakata Sanjojin, Schutzgottheiten des Meeres. Doch dieser jinja liegt weit entfernt vom Meer, am östlichen Fuß des 布引山 (Mount Nunobiki), eines Berges in großer Höhe. Warum Göttinnen, deren Namen „Meer“ und „Hafen“ tragen, in dieser tiefen Bergregion verehrt werden, ist bis heute in Geheimnisse gehüllt. Eine Theorie besagt, dass der Inawashiro-See in den lokalen Glaubensvorstellungen als Meer betrachtet wurde, oder dass dieser Ort einst als „verstecktes Heiligtum“ eine besondere Bedeutung hatte.
Das Fuketsudo, wo ein Schlangen-kami lauert, und die Eieropfer
Etwas oberhalb des Hauptgebäudes (haiden) auf der linken Seite des Berges befindet sich ein Nebenschrein namens „Fuketsudo“ (Fuketsudo). Hier erzählt eine Legende, dass ein begleitender kami, der die Göttinnen aus Kyushu geführt hatte, nach Erfüllung seiner Aufgabe die Gestalt einer Schlange annahm und sich hier versteckte.
Aus der Felsspalte strömt manchmal ein mysteriöser kalter Wind, und bis heute wird der Ort als „Hebigami-sama“ (Schlangen-kami) tief verehrt. Vor diesem Fuketsudo sieht man oft rohe Eier, packweise als Lieblingsspeise des Schlangen-kami dargebracht. Wenn man in der Stille der Berge in die Windhöhle blickt, umfängt einen eine einzigartige Spannung und mystische Atmosphäre, als würde der Schlangen-kami immer noch dort lauern.
Die Legende von „Osugesama“, die den Regen ruft
Lokal ist der jinja liebevoll als „Osugesama“ (Osugesama) bekannt. Dieser Name stammt von den Seggen (suge), die auf dem jinja-Gelände in Büscheln wuchsen. Eine alte Überlieferung besagt, dass bei schweren Dürreperioden die Seggen vom Gelände geschnitten, vor dem Schrein dargebracht und ein Regenrufgebet gesprochen wurde, woraufhin es ausnahmslos regnete.
Zudem gibt es auf dem Gelände einen Wasserfall namens „Sugetaki“ (Sugetaki), der einst als Ort für Misogi (rituelle Reinigung) für die Gläubigen diente. Die Legenden vom Wasser, den Göttinnen und den Regenrufgebeten erzählen, dass dieser Ort seit alters her als heiliges Wassergebiet geschützt wurde.
Der „Wald des kami“, der Äxte abweist, und der Eingang zu einer anderen Welt
Der Shaso (Schreinwald) von etwa 15 Hektar, der den jinja umgibt, ist ein Urwald, der als Naturdenkmal der Präfektur Fukushima ausgewiesen ist. Da das Schlagen von Bäumen hier seit Jahrhunderten verboten ist, lässt man selbst umgestürzte Bäume natürlich verrotten. Dies schafft einen Raum von überwältigender Lebenskraft, als wäre man in die Welt eines Ghibli-Films geraten.
Wenn man das riesige steinerne torii-Tor am Pilgerweg durchschreitet und die moosbewachsenen Stufen hinaufsteigt, fühlt man sich wie von der irdischen Welt abgeschnitten. Besonders an nebligen Tagen strahlt der Ort eine zitternde Mystik aus, die ihn wahrlich als „Eingang zu einer anderen Welt“ erscheinen lässt.
Hinweise für Besucher: Ein im Winter „geschlossenes“ Heiligtum
Die Straße zum Okitsushima jinja (Präfekturstraße 235) ist in der Regel von Mitte Dezember bis Mitte April wegen Schneefalls gesperrt. Man könnte sagen, dass seine Heiligkeit dadurch bewahrt wird, dass es etwa ein Drittel des Jahres vom Schnee eingeschlossen ist. Bei der Planung eines Besuchs wird empfohlen, das Schmelzen des Schnees im Frühling abzuwarten.
Verwandte Links / Referenzen
Okitsushima jinja
Okitsushima jinja, Koriyama-shi, Konan-machi – Jinja Fan
Okitsushima jinja (Koriyama-shi, Konan-machi, Fukura) – Wikipedia
Okitsushima jinja (Koriyama-shi, Konan-machi)
Okitsushima jinja (Koriyama, Konan-machi, Fukura) | Bewohner der Berge
Okitsushima jinja Aizu Inawashiro Tourismus
Okitsushima jinja (Okitsushima jinja)
Okitsushima jinja (Koriyama-shi, Konan-machi)
