Grundlegende Informationen
Das Nagakusa Tenjinsha (Nagakusa Tenjinsha) liegt in Obu City, Präfektur Aichi, und ist ein jinja, das Sugawara no Michizane, den als Kami des Lernens bekannten, verehrt. Es wurde Berichten zufolge im Jahr 1494 (Meio 3) gegründet und blickt auf eine über 500-jährige Geschichte zurück. Auf den ersten Blick mag es wie ein ruhiger Ujigami-Schrein (lokaler Schutzschrein) erscheinen, doch tatsächlich ist es ein besonderer Ort, der landesweit Aufmerksamkeit erregt, da es eines der äußerst seltenen jinja in Japan ist, das eine Lizenz zur Herstellung von Doburoku (traditioneller, unfiltrierter Reiswein) besitzt.
Legenden und Hintergründe des 500 Jahre alten Doburoku-Matsuri
Das Aushängeschild des Nagakusa Tenjinsha ist zweifellos das Doburoku-Matsuri (Doburoku-Fest), das jedes Jahr im Februar stattfindet. Dieses matsuri birgt faszinierende Episoden, die Geschichtsliebhaber begeistern werden.
1. Der Sake der „Erbauung“, von einem Samurai initiiert
Die Ursprünge dieses matsuri reichen bis in die Muromachi-Zeit zurück. Es heißt, es begann, als Nagakusa no Kami, der Burgherr von Nagakusa, der das Land damals regierte, Doburoku auf dem Schreingelände ausschenkte, um die harte Arbeit der Bauern zu würdigen, die Tag und Nacht der Landwirtschaft nachgingen. Diese herzerwärmende Legende, dass Herr und Untertanen in den turbulenten Zeiten der Sengoku-Periode (Zeit der streitenden Reiche) gemeinsam Sake tranken und ihre Bindung stärkten, lebt noch heute fort.
2. Auch heute noch keine „Schwarzbrennerei“, sondern offiziell genehmigte Sake-Herstellung
In Japan wurde die Sake-Herstellung in Haushalten und jinja seit der Meiji-Zeit streng eingeschränkt. Doch das Nagakusa Tenjinsha wurde aufgrund der Tiefe seiner Tradition anerkannt und ist auch heute noch vom Finanzamt speziell zur Doburoku-Produktion lizenziert. Jeden Januar beginnen ausgewählte „Sakamoto“ (Freiwillige), die Herstellung in der Brauerei auf dem Schreingelände mit strengen Ritualen. Viele Gläubige stehen an diesem Tag Schlange, um diesen „heiligen Sake“ zu erhalten.
3. Das Mysterium des roten Ungeheuers „Shojo“ (Shojo)
Während des matsuri erscheint auf dem Schreingelände ein großes Ungeheuer mit einem leuchtend roten Gesicht, das „Shojo“ genannt wird. Es soll sich um einen legendären Meeresgeist aus China handeln, doch das Shojo des Nagakusa Tenjinsha klopft den Gläubigen mit einem großen Fächer, den es in der Hand hält, auf den Kopf. Es gibt die Überlieferung, dass man gesund bleibt und Unglück abgewendet wird, wenn man geschlagen wird. Der Anblick von weinenden Kindern und Erwachsenen, die ihnen lachend zusehen, ist ein charakteristisches Merkmal dieses jinja.
Versteckte Kraftorte und Highlights
Auf dem Schreingelände befindet sich ein „Nade-Ushi“ (Streichel-Ochse), der mit Sugawara no Michizane in Verbindung gebracht wird. Es heißt, wenn man die gleiche Stelle streichelt, die an seinem eigenen Körper schmerzt, wird man geheilt, und wenn man seinen Kopf streichelt, erhält man Weisheit. Besonders während der Prüfungszeit besuchen viele Studenten das jinja, um von der Entschlossenheit des Doburoku-Matsuri zu profitieren.
Außerdem ist die „Kaguraden“ (Halle für sakrale Tänze und Musik) auf dem Schreingelände historisch ansprechend gestaltet und bietet den perfekten Ort, um in Ruhe und Stille zu sich selbst zu finden.
Informationen zur Anime-Pilgerreise: Liegen die Wurzeln dieses Anime hier?
Obu City, wo sich das Nagakusa Tenjinsha befindet, ist als Heimatort von Haruba Negi-sensei bekannt, dem Autor des weltweit beliebten Manga und Anime „The Quintessential Quintuplets“. Obwohl die direkten Schauplätze (Modelle) des Werkes, wie die Umgebung des Otagawa-Bahnhofs und Uenoma in Tokai City, Präfektur Aichi, bekannt sind, gibt es in Obu City, dem Ursprungsort des Autors, viele Orte, die die Atmosphäre des Werkes erahnen lassen. Das Nagakusa Tenjinsha ist auch Teil der Landschaft, mit der Haruba-sensei, der lokale Traditionen schätzt, seit seiner Kindheit vertraut ist, und wird von Fans oft als „Schutzgott des Landes, das den Autor geformt hat“ in ihre Anime-Pilgerrouten aufgenommen.
Tipps für den Besuch
Das Doburoku-Matsuri findet jährlich am zweiten Sonntag im Februar (oder um dieses Datum herum) statt, doch wer keinen Alkohol trinken möchte oder einen ruhigen Besuch bevorzugt, dem wird ein Besuch an einem Wochentag am Vormittag empfohlen. Wie wäre es, wenn Sie durch das Schreingelände schlendern, das vom Duft der Geschichte erfüllt ist, und dabei über die 500 Jahre alte Verbindung zwischen Samurai und Bauern nachdenken?
Anreise
Adresse: 44 Hongo, Nagakusacho, Obu City, Aichi Prefecture
Anreise: ca. 20 Minuten zu Fuß vom JR Kyowa Bahnhof, oder direkt nach dem Aussteigen an der Bushaltestelle „Nagakusa“.
Verwandte Links und Referenzen
Keine Quellen verfügbar.
