Kawaguchi Sengen Jinja: Der heilige Ort, der den Zorn des Fujisan besänftigt – Legenden uralter Bäume und der atemberaubende Blick auf das Torii am Himmel

Der Kawaguchi Asama Jinja (Kawaguchi Asama Jinja), gelegen in Fujikawaguchiko-machi, Minamitsuru-gun, Präfektur Yamanashi, ist eine der Komponenten des UNESCO-Weltkulturerbes Fujisan und ein alter Jinja mit einer Geschichte von über 1100 Jahren. Vor Ort wird er einfach „Asama Jinja“ genannt und ist bekannt als ein spiritueller Kraftort (Power Spot) mit einer sehr mächtigen Entstehungsgeschichte: Er wurde errichtet, um die Ausbrüche des Fuji zu besänftigen.

Basisinformationen

Standort: 1 Kawaguchi, Fujikawaguchiko-machi, Minamitsuru-gun, Präfektur Yamanashi
Haupt-kami: Asama no Okami (Konohanasakuya-hime no Mikoto)
Gründung: Jogan 7 (865 n. Chr.)

Der große Vulkanausbruch des Fuji und die „Forderung der kami“: Das Geheimnis hinter der Gründung des Jinja

Die Gründung dieses Jinja ist eng verbunden mit einer beispiellosen Naturkatastrophe, die in der Heian-Zeit geschah. Im Jahr Jogan 6 (864 n. Chr.) ereignete sich am Fuji ein gewaltiger Ausbruch, bekannt als der „Jogan-Ausbruch“. Die Lava bedeckte den riesigen See „Se no Umi“ und hatte eine solche Kraft, dass sie ihn in die heutigen Seen Saiko und Shojiko spaltete.

Die Menschen jener Zeit interpretierten diesen Ausbruch als Zeichen, dass der kami des Fuji (Asama no Okami) zornig war. Den Aufzeichnungen zufolge soll der kami in einen Beamten gefahren sein und gefordert haben, dass auch in der Provinz Kai (auf der Seite der Präfektur Yamanashi) ein Jinja zu seiner Verehrung errichtet wird. Als Reaktion darauf wurde im folgenden Jahr auf kaiserlichen Befehl der Kawaguchi Asama Jinja errichtet. Somit entstand dieser Ort als heiliges Gebiet, als „vorderste Front, um den Zorn des Fuji direkt zu besänftigen“.

Die Legende der „Nanahonsugi“ (Sieben Zedern), 1200 Jahre alt und eine heilige Barriere bildend

Beim Betreten des Geländes wird man zunächst von einer Gruppe riesiger Zedern überwältigt, die als „Nanahonsugi“ (Sieben Zedern) bekannt sind. Es heißt, sie wurden bei der Gründung des Jinja gepflanzt, und alle sind Naturdenkmäler der Präfektur Yamanashi mit einem Alter von über 1200 Jahren.

Besondere Aufmerksamkeit verdienen die Zedern Nummer 5 und 6, die als „Elternpaare“ (Futahashira) bezeichnet werden. Diese beiden Bäume sollen die zwei kami Izanagi no Mikoto und Izanami no Mikoto symbolisieren und werden als mächtige „Eheanbahnungs-Zedern“ verehrt. Eine romantische Legende besagt, dass Paare, die heiraten möchten, gebunden werden, wenn der Mann die Außenseite der Zedern von rechts umrundet, die Frau von links, und sie dann gemeinsam zwischen den beiden Zedern hindurchgehen, um zu beten.

Das moderne Panorama-Geheimnis: Das „Torii des Himmels“

In den letzten Jahren hat ein Aussichtspunkt (yohaisho) namens „Tenku no Torii“ (Torii des Himmels), der etwa 30 Minuten Fußweg den Berg hinauf vom Jinja entfernt liegt, auf Social Media explosionsartige Popularität erlangt.

Ursprünglich wurde dieser Ort 2019 als heilige Stätte eingerichtet, um den Fuji aus der Ferne zu verehren. Der Anblick des Fuji in seiner ganzen Pracht durch das Torii hindurch ist wahrlich ein Eingang zum „Reich der kami“. Es gibt die Anekdote, dass dieser Ort eigentlich auf dem Privatgrundstück des Oberpriesters (guuji) eingerichtet wurde, aber heute ist er ein wertvoller Ort, um den Fuji-Glauben zu erleben, und wird von vielen Besuchern frequentiert.

Hinweis: Für das Fotografieren kann eine Kooperationsgebühr (ca. 200 Yen) anfallen, und es wird um eine respektvolle Einhaltung der Verhaltensregeln gebeten.

Informationen zur Anime-Pilgerreise: Als Kulisse für „Yama no Susume“

Der Kawaguchi Asama Jinja ist auch als Pilgerstätte (seichi) für den beliebten Anime „Yama no Susume“, der sich mit dem Thema Bergsteigen befasst, bekannt.

In der Episode der zweiten Staffel des Animes über die Besteigung des Mitsutoge-yama wählten die Hauptfiguren, darunter Aoi, den Weg, der zum Kawaguchi Asama Jinja führt, als Abstiegsroute. Im Anime werden die feierliche Atmosphäre des geschichtsträchtigen Geländes und die riesigen Zedernalleen naturgetreu dargestellt, sodass es immer wieder Fans gibt, die die Pilgerreise in Verbindung mit einer Wanderung genießen.

Der Kraftort der Reinigung: „Haha no Shirataki“

Weiter hinter dem Jinja, noch höher als das Tenku no Torii, befindet sich der „Haha no Shirataki“ (Mutter-Weiß-Wasserfall). Dies war einst der Ort, an dem Menschen, die den Fuji besteigen wollten, das Ritual der rituellen Reinigung, „misogi“, durchführten.

In der Nähe des Wasserfalls befindet sich der Haha no Shirataki Jinja, wo die Mutter-kami von Konohanasakuya-hime no Mikoto, Takuhata Chichihime no Mikoto, verehrt wird. Es ist ein Geheimtipp unter den Kraftorten, erfüllt von wilder, doch reiner Wasserenergie, ganz anders als die Stille des Jinja.

Der Kawaguchi Asama Jinja ist ein Ort, an dem die überwältigende Kraft des Fuji und die Gebete der Menschen, die versuchten, sie zu besänftigen, zusammentreffen. Wenn Sie den von riesigen Bäumen gesäumten Pilgerweg entlanggehen, werden Sie den Atem dieses heiligen Bezirks, der seit 1200 Jahren besteht, hautnah spüren können.

Weiterführende Links und Referenzen

Von ando