Basisinformationen
Standort: 1-4 Kanegasaki-cho, Stadt Tsuruga, Präfektur Fukui.
Verehrte Kami: Prinz Takanaga (Takanaga-shinnō), Prinz Tsunenaga (Tsunenaga-shinnō).
Hauptsegensgaben: Eheanbahnung, Erfüllung in der Liebe, Überwindung von Hindernissen, Glück und Wohlstand.
Anreise: Vom JR-Bahnhof Tsuruga etwa 8 Minuten mit dem „Gurutto Tsuruga Loop Bus“ bis zur Haltestelle „Kanegasaki-gu jinja“.
Der Ursprung des „Koinomiya“ und das romantische „Hanakae Matsuri“
Der Kanegasaki-gu jinja ist auch als „Koinomiya“ (Schrein der Liebe) bekannt und zieht Pilger aus dem ganzen Land an, die sich eine gute Partnerschaft wünschen. Ein Symbol dafür ist das alljährlich im April stattfindende „Hanakae Matsuri“ (Blumen-Austauschfest).
Es heißt, dieser Brauch habe in der Meiji-Zeit begonnen, als sich Männer und Frauen, die hierher zur Kirschblütenschau kamen, mit den Worten „Lass uns Blumen tauschen“ ansprachen und ihre Gefühle durch den Austausch kleiner Kirschzweige zum Ausdruck brachten. Heute ist es ein beliebter Shinto-Ritus, bei dem künstliche Kirschblüten, die auf dem Schreingelände verteilt werden, mit einer „Fukumusume“ (Glücksmädchen) getauscht werden, um so für Glück zu beten.
Zudem gibt es eine leidenschaftliche Anekdote über Prinz Takanaga, einen der verehrten Kami, der seiner Angebeteten einst sage und schreibe 1.000 Liebesbriefe schickte – eine Geschichte, die wahrlich zu diesem heiligen Ort der Liebe passt.
Das größte Mysterium der Sengoku-Zeit? Der „Azukibohnen-Beutel“, den Oichi überbrachte
Der Grund, warum der Kanegasaki-gu jinja als „Schrein zur Überwindung von Hindernissen“ bezeichnet wird, liegt in dem berühmten Rückzugsgefecht der Sengoku-Zeit, dem „Rückzug von Kanegasaki“ (Kanegasaki no Nokikuchi).
Im Jahr 1570 griff Oda Nobunaga den Asakura-Klan an und geriet durch den Verrat seines Schwagers Azai Nagamasa in eine ausweglose Lage. Zu dieser Zeit, so die Legende, schickte Nobunagas Schwester Oichi, die mit Nagamasa verheiratet war, ihrem Bruder zur Warnung vor der Gefahr einen „Beutel mit Azukibohnen, an beiden Enden mit einem Band zugeschnürt“ als Lagerbesuchsgeschenk.
Die „Azukibohnen im Beutel“ deuteten Nobunagas Lage an, von vorne und hinten in die Zange genommen zu werden. Als Nobunaga dies sah, beschloss er sofort den Rückzug. Dank der Bemühungen von Kinoshita Tokichiro (dem späteren Toyotomi Hideyoshi) und Tokugawa Ieyasu konnte er sicher nach Kyoto fliehen. Aufgrund dieser historischen Tatsache, „eine ausweglose Notlage überwunden zu haben“, pilgern bis heute unzählige Menschen hierher, um für den Erfolg bei Prüfungen oder die Überwindung geschäftlicher Hürden zu beten.
Die Tragödie der Nanboku-cho-Zeit: Prinzen, die bis zu ihrem Ende edel lebten
Gehen wir in der Geschichte des jinja noch weiter zurück, stoßen wir auf eine herzzerreißende Geschichte aus der Nanboku-cho-Zeit (Zeit der Nord- und Südhäfe). Die Ruinen der Burg Kanegasaki, auf denen der Kanegasaki-gu jinja steht, sind ein altes Schlachtfeld, auf dem die Prinzen von Kaiser Go-Daigo erbitterte Kämpfe gegen die Ashikaga-Armee führten.
Am Ende der Belagerung beging Prinz Takanaga Selbstmord, und Prinz Tsunenaga fand ein tragisches Ende, indem er nach seiner Gefangennahme vergiftet wurde. Doch ihre Loyalität und ihr Edelsinn wurden über Generationen hinweg weitergegeben, und in der Meiji-Zeit wurde dieser jinja gegründet, um sie zu ehren. Vom „Tsukimi Goten“ (Mondbetrachtungspalast) auf dem Schreingelände aus bietet sich ein Panoramablick über die Bucht von Tsuruga – eine wunderschöne Landschaft, die sich noch heute so ausbreitet, wie sie einst die Prinzen wohl gesehen haben.
Informationen zur Anime-/Medienpilgerreise
Der Kanegasaki-gu jinja und seine Umgebung dienen als wichtige Kulisse für Werke, die in der Sengoku-Zeit spielen.
„Nobunaga no Shinobi“: Das Rückzugsgefecht von Oda Nobunaga, „Rückzug von Kanegasaki“, wird detailliert dargestellt, einschließlich der Szene, in der Oichi den Azukibohnen-Beutel überbringt, und Hideyoshis tapferem Kampf als Nachhut. Es ist zu einem heiligen Ort geworden, an dem man die Geschichte von Kanegasaki durch Anime nachempfinden kann.
„Sengoku BASARA“-Reihe: In Spielen und Anime taucht „Kanegasaki“ als eine der wichtigen Etappen auf und ist ein beliebter Ort für Fans, die die historische Kulisse besuchen möchten.
Taiga-Dramen: Viele Sengoku-Dramen wie „Kirin ga Kuru“ und „Go: Hime-tachi no Sengoku“ zeichnen die menschlichen Geschichten, die sich an diesem Ort abspielten.
Starkes Glück, das die stürmischen Wellen der Geschichte überstand, und Liebeswünsche, die über Generationen hinweg weitergegeben werden. Der Kanegasaki-gu jinja ist ein Ort voller geheimnisvoller Kraft, der Besuchern den Mut gibt, einen Schritt nach vorne zu wagen.
