Die Oyamazumi Jinja, Japans oberster Schutzschrein, thronend auf der Insel der Götter: die Nationalschatz-Rüstung und die Legende der Tsuruhime, sowie 2600 Jahre lebendiger Geist

Oyamishima (Omishima), eine Insel in Imabari City, Präfektur Ehime, liegt fast genau in der Mitte des Shimanami Kaido. Das Oyamazumi jinja (Oyamazumi jinja), das auf dieser Insel thront, ist der Hauptschrein von über 10.000 Yamatsumi jinja und Mishima jinja landesweit und ein besonderer Ort, der seit alters her als „Nihon Sochinju“ (Großer Schutzschrein Japans) bezeichnet wird.

Dieses Mal stellen wir Ihnen die tiefgründige Faszination und die mysteriösen Episoden dieses jinja vor, die für Geschichtsfans und Liebhaber von Kraftorten unwiderstehlich sind.

Grundlegende Informationen

1. Standort: 3327 Miyaura, Omishima-cho, Imabari City, Präfektur Ehime
2. Hauptkami: Oyamatsumi no kami
3. Schreinstatus: Ichinomiya der Provinz Iyo, Nihon Sochinju
4. Segnungen: Glück im Wettkampf, Sicherheit auf See, geschäftlicher Erfolg, Familiensicherheit usw.

Rund 80 % der japanischen „Nationalschatz-Rüstungen“ befinden sich hier!?

Unverzichtbar bei der Beschreibung des Oyamazumi jinja ist das angeschlossene Schatzmuseum (Shiyoden / Kokuhokan). Tatsächlich ist dies ein außergewöhnlicher Ort, an dem etwa 80 % der als Nationalschätze oder Wichtige Kulturgüter Japans ausgewiesenen Rüstungen und Waffen (wie Rüstungen und Schwerter) aufbewahrt werden.

Der Anblick der sich reihenden echten Rüstungen und Waffen, die von historischen Helden wie Minamoto no Yoritomo, Minamoto no Yoshitsune und Taira no Shigemori als Gebete für den Sieg oder aus Dankbarkeit dargebracht wurden, ist überwältigend. Es ist wahrlich eine „Schatzkammer der japanischen Geschichte“ und wird von Rüstungsfans als „heiliger Ort“ verehrt.

Die Legende von Tsuruhime, der „Jeanne d’Arc der Setouchi“

Unter den zahlreichen Rüstungen, die im Schatzmuseum ausgestellt sind, sticht eine besonders hervor. Es ist die einzige noch erhaltene „Frauenrüstung (Kon-ito Susogake Odoshi Domaru)“ in Japan.

Die Besitzerin dieser Rüstung soll Tsuruhime (Tsuruhime) gewesen sein, die tragische Heldin der Sengoku-Zeit.

Als Tochter des Guji (Oberpriesters) des Oyamazumi jinja geboren, führte sie bereits mit 16 Jahren eine Seeflotte an und schlug zweimal die angreifenden Truppen des Ouchi-Clans zurück. Es wird jedoch überliefert, dass sie in der dritten Schlacht ihren geliebten Partner verlor und sich aus Kummer mit 18 Jahren ins Meer stürzte.

Die Rüstung, die sie getragen haben soll, wurde an die für Frauen typische Körperform mit hervorstehender Brustpartie und schmaler Taille angepasst und erzählt noch heute von ihrem Mut und ihrer tragischen Liebe.

Der 2600 Jahre alte heilige Baum und das Mysterium des „Atemanhaltens“

Im Zentrum des Schreingeländes steht ein riesiger Kampferbaum namens „Ochi no Mikoto Oteue no Kusunoki“ (Kampferbaum, gepflanzt von Ochi no Mikoto), dessen Alter auf etwa 2600 Jahre geschätzt wird.

Mit diesem heiligen Baum ist eine wundersame Legende verbunden: „Wer dreimal um den Baum geht und dabei den Atem anhält, dessen Wunsch wird in Erfüllung gehen.“ Viele Besucher versuchen es tatsächlich, aber dreimal um den riesigen Stamm zu gehen und dabei den Atem anzuhalten, ist ein extrem schwieriges Unterfangen. Wer Vertrauen in seine körperliche Stärke und Entschlossenheit hat, sollte es unbedingt versuchen.

Auf dem Pilgerweg zum Okunoin (Inneren Heiligtum) gibt es außerdem einen riesigen Kampferbaum namens „Ikiki no Gomon“ (Tor des lebenden Baumes), dessen Wurzeln sich wie ein Tor öffnen. Es heißt, dass das Durchschreiten dieses Tores Langlebigkeit bringt.

Ringen mit einem Kami!? „Hitori Sumo“

Im Oyamazumi jinja gibt es ein landesweit seltenes Shinto-Ritual namens „Hitori Sumo“ (Einzel-Sumo).

Dabei tritt ein Sumoringer gegen den „Geist des Reises (ein unsichtbarer Kami)“ an. Der Anblick, wie er von einem unsichtbaren Gegner geworfen oder gedrückt wird, mag auf den ersten Blick humorvoll erscheinen, ist jedoch eine ernsthafte Zeremonie zur Weissagung der Ernte des Jahres. Da der Sieg des Kami eine gute Ernte verspricht, ist es die Regel, dass der Sumoringer am Ende immer verliert.

Informationen zur Anime-Pilgerreise

Das Oyamazumi jinja und die Insel Omishima dienen auch als Schauplatz für beliebte Animes.

1. „Ao Ashi“
Die Stadt Imabari in der Präfektur Ehime wird als Heimatstadt des Protagonisten Ashito Aoi dargestellt. Szenen des Oyamazumi jinja und der Tatara-Brücke, die die Insel symbolisiert, erscheinen im Anime-Intro und in Rückblenden. Es ist zu einem Muss für Fußballfans geworden.

2. „Tamayura ~More Aggressive~“
In Folge 4 besuchen die Protagonisten auf ihrer Radtour entlang der Shimanami Kaido das Oyamazumi jinja. Die Kampferbäume und das Schatzmuseum innerhalb des Schreingeländes sind originalgetreu dargestellt, und es ist ein Ort, an dem viele Fans Fotos aus dem gleichen Winkel wie im Anime machen.

Geschichte, Legenden, Mysterien und sogar die Welt des Anime. Das Oyamazumi jinja ist ein jinja voller geheimnisvollen Reizes, wo jeder Besuch neue Entdeckungen bereithält. Wenn Sie den Shimanami Kaido besuchen, sollten Sie unbedingt auf dieser „Insel der Kami“ Halt machen und die Ewigkeit der Zeit spüren.

Von ando