Itakiso Jinja: Die heilige Stätte des „Baum-Kami“, der Japan in ein grünes Land verwandelte. Was ist der legendäre „Baumspalt“, der Ōkuninushi gerettet hat?

Grundlegende Informationen

– Name: Itakiso Jinja (Itakiso-jinja)
– Ort: 558 Itakiso, Wakayama-shi, Wakayama-ken
– Haupt-kami: Itakeru-no-mikoto
– Mit-kami: Oyatsuhime-no-mikoto, Tsumatsuhime-no-mikoto
– Schreinrang: Kii-no-kuni Ichinomiya, ehemals Kanpei Chusha, Beppyō Jinja

Die Legende des „Kami der Baumpflanzung“, der Japan in grüne Berge verwandelte

Der Haupt-kami des Itakiso Jinja, Itakeru-no-mikoto, ist als Sohn von Susanoo-no-mikoto bekannt. Laut Nihon Shoki stieg Itakeru-no-mikoto zusammen mit seinem Vater mit zahlreichen Baumsamen vom Takamagahara herab und reiste mit seinen beiden Schwestern durch ganz Japan, um die Samen zu säen. Dank dessen soll Japan, das einst eine karge Landschaft war, zu üppig grünen „Aoyama“ (grünen Bergen) geworden sein.

Da er sich schließlich in diesem Land Kii-no-kuni (Land der Bäume) niederließ, wurde Wakayama fortan als „Ki-no-kuni“ (Land der Bäume) bezeichnet. Noch heute wird er von Menschen aus der Holz- und Forstwirtschaft des ganzen Landes als „Kami der Bäume“ hoch verehrt.

Das Geheimnis von „Ki-no-mata Kuguri“ (Durchschreiten des Baumspalts), das Okuninushi rettete

Dieses jinja bewahrt eine dramatische Episode, die im Kojiki aufgezeichnet ist.

Es war zu der Zeit, als Okuninushi-no-kami von Izumo von seinen Bruder-kami, den Yasogami, verfolgt und sein Leben bedroht wurde. Okuninushi-no-kami floh in das Land Kii-no-kuni, das von Itakeru-no-mikoto (auch bekannt als Oyabiko-no-kami) regiert wurde.

Um die Verfolger zu täuschen, ließ Itakeru-no-mikoto Okuninushi-no-kami durch eine „Ki-no-mata“ (einen Spalt im Baum) entkommen und ermöglichte ihm so, sicher zur Landerschaffung von Izumo aufzubrechen.

In Anlehnung an diese Legende befindet sich auf dem Schreingelände ein heiliger Baum (goshinboku), durch dessen „Ki-no-mata Kuguri“ man hindurchkriechen kann. Es handelt sich um eine 1000 Jahre alte Zeder, die 1962 (Showa 37) vom Blitz getroffen wurde. Es wird geglaubt, dass das Durchschreiten dieses Lochs Segen zur Abwendung von Unglück und Katastrophen bringt.

Geheimnisvolle Orte auf dem Schreingelände: Inochi-no-Mizu und der Affenstein

– Inochi-no-Mizu (Wasser des Lebens): Im „Mii-no-yashiro“, einem kleinen Schrein im hinteren Bereich des Geländes, befindet sich ein Brunnen, der angeblich selbst bei längster Dürre niemals austrocknet. Dieses Wasser wird „Inochi-no-Mizu“ (Wasser des Lebens) genannt, und Pilger nehmen es ständig mit nach Hause, um die Heilung von Krankheiten zu erbitten.
– O-Saru Ishi (Affenstein): Ein mysteriöser Stein in Form eines Affenkopfes vor dem Ebisu Jinja. Man sagt, dass das Streicheln dieses Steins „Krankheiten oberhalb des Halses“ heilt, was ihn zu einem Geheimtipp unter Studierenden und Menschen mit Kopfschmerzen macht. Es ist ein verborgener Kraftort (power spot).
– Tierkreiszeichen als Kettensägenkunst: Jedes Jahr wird eine riesige Skulptur eines Tierkreiszeichens, geschnitzt von einem Weltmeister der Kettensägenkunst, gewidmet. Dieses dynamische Kunstwerk, das nur in einem jinja zu finden ist, das den kami der Bäume verehrt, ist ein Muss.

Pilgerreise zu heiligen Stätten und Anreise: Eine Fahrt mit der Wakayama Electric Railway Kishigawa-Linie

Für den Besuch des Itakiso Jinja ist die Wakayama Electric Railway Kishigawa-Linie unerlässlich. Diese Linie wird als Teil der Landschaft von Wakayama City dargestellt, die Schauplatz des Anime „Summer Time Render“ ist, und dient als Modell für die atmosphärische Eisenbahn, die der Protagonist Shinpei nutzt.

Der nächstgelegene Bahnhof, Itakiso Station, ist auch der zentrale Bahnhof der Kishigawa-Linie, bekannt für die berühmte „Bahnhofsvorsteherin Tama“ (Tama-Ekichō). Eine Reise, die das Pilgern zu Anime-Schauplätzen, die Entspannung durch die Katzen-Bahnhofsvorsteherin und den Besuch des Kii-no-kuni Ichinomiya kombiniert, ist eine beliebte Route nicht nur für Geschichtsfans, sondern auch für Anime-Fans.

Hintergrund: Warum „Ta“ und nicht „I“?

Das shinmon (Göttliches Wappen) des jinja ist eine stilisierte Darstellung des Zeichens „Ta“, das im Namen enthalten ist. Es gibt verschiedene Theorien, warum nicht das Zeichen „I“ verwendet wird. Eine besagt, dass es aus Respekt vor dem Ise Jingu (Ise) geschah, eine andere, dass das Zeichen „Ta“ (futo) selbst die Bedeutungen „ehrwürdig“ oder „groß“ in sich trägt. Es könnte sein, dass dieses eine Zeichen die überwältigende Präsenz des kami der Bäume zum Ausdruck bringt.

Zugehörige Links und Referenzen

Von ando