Japans einziger ‚Kissen‘-Kami!? Das Geheimnis von erholsamem Schlaf und Kindersegen im Izumisano Hine Jinja.

Grundlegende Informationen
Der Hine-jinja (Hine-Jinja), der in Izumisano City, Präfektur Osaka, liegt, ist ein altehrwürdiger Schrein mit einer langen Geschichte und zählt zu den Fünf Schreinen der Provinz Izumi. Die hier verehrten Kami sind Ugayafukiaezu-no-mikoto und Tamayorihime-no-mikoto, die Eltern des ersten Kaisers Jimmu. Da diesen beiden Kami viele Kinder geschenkt wurden, werden sie seit alters her als Kami für Fruchtbarkeit und sichere Geburt verehrt.

Das größte Merkmal dieses jinja ist jedoch zweifellos, dass er als Japans einziger „Kami der Kissen“ bekannt ist.

Faszinierende Legenden und Episoden rund um das „Kissen“
Warum Hine-jinja zum Kami der Kissen wurde? Dahinter stehen die tief empfundenen Wünsche der Dorffrauen und herzerwärmende Legenden.

Einst opferte eine junge Braut im Dorf, der kein Kindersegen vergönnt war, ein handgemachtes Kissen mit dem innigen Wunsch an die Kami: „Bitte schenkt mir ein prächtiges Kind.“ Es heißt, ihr Wunsch wurde erhört und sie wurde wunderbar mit einem Kind gesegnet. Diese Geschichte verbreitete sich, und die jungen Frauen und Bräute des Dorfes begannen, der Reihe nach Kissen zu opfern, was als der Ursprung des „Kami der Kissen“ gilt.

Eine andere, anekdotische Theorie besagt, dass die Dorfbewohner, als Kaiserin Jingu zur Eroberung der drei Königreiche Koreas aufbrach, Reisfeldrationen in kissenähnliche Säcke füllten, diese an Bambusstangen hängten und der Armee lieferten. Dies verleiht der Geschichte einen mysteriösen Aspekt, da es als Ursprung des später beschriebenen einzigartigen Festes gilt.

Japans einzigartiges Makura Matsuri
Das „Makura Matsuri“, das jedes Jahr im Mai stattfindet, ist ein wahrhaft beeindruckendes Spektakel. Teilnehmer tragen ein „Makuranobori“ (Kissenbanner) – ein etwa 5 Meter langer Bambuspfahl, an dem 25 bunte Zierkissen befestigt sind – auf dem Rücken und ziehen damit durch die Stadt.

Tatsächlich war dieses Fest einst auch als „Kampffest“ bekannt. Es gibt die Anekdote, dass die Leidenschaft so groß war, dass es in der frühen Showa-Zeit zu heftigen Auseinandersetzungen zwischen den Vierteln kam und der Aufruhr zeitweise so stark war, dass die Form des Festes geändert werden musste. Obwohl es heute ein friedlicher Umzug ist, ist in der imposanten Erscheinung des Makuranobori noch ein Überrest der wilden Energie jener Zeit zu spüren.

Ein Kraftort gegen das moderne Leiden „Schlaflosigkeit“
In den letzten Jahren hat der Hine-jinja als Kraftort für „erholsamen und tiefen Schlaf“ große Aufmerksamkeit erregt.

Menschen, die unter Schlaflosigkeit leiden, Geschäftsleute, die einen qualitativ hochwertigen Schlaf suchen, und sogar Frauen, die „schön schlafen“ möchten, kommen aus dem ganzen Land hierher, um an dem landesweit einzigartigen göttlichen Segen teilzuhaben, „Kissen zu beschützen“.

Im Juyosho werden entzückende „Makura Omamori“ (Kissenamulette) in Kissenform, Schutzplaketten zum Anbringen im Schlafzimmer und sogar Kissenbezüge angeboten, wodurch der jinja als ein Ort bekannt ist, der den Menschen in der heutigen Stressgesellschaft zur Seite steht.

Das Mysterium, das Geschichte und Natur weben
Auch die Landschaft auf dem Schreingelände ist nicht zu übersehen. Der „Yukawa“ (Ikawa), der durch den jinja fließt, ist ein Bewässerungskanal, der seit der Kamakura-Zeit vor etwa 800 Jahren existiert und als „World Heritage Irrigation Structure“ registriert ist. Als Teil der „Hine-no-sho-Ruinen“, die ihr in mittelalterlichen Manorskarten dargestelltes Aussehen bis heute bewahrt haben, ist er auch als Japanisches Kulturerbe anerkannt.

Der wunderschöne Honden (Haupthalle), der angeblich von Toyotomi Hideyori wiederaufgebaut wurde, sowie die Nationalschatz-Tahoto (Pagode) des angrenzenden Jigen-in-Tempels – dieser Raum, in dem das Gewicht der Geschichte verdichtet ist, ist von einer Stille umhüllt, die einen den Alltag vergessen lässt, sobald man einen Schritt hineinwagt.

Wer in letzter Zeit schlecht schläft oder sich eine sichere Geburt für einen geliebten Menschen wünscht – warum nicht die geheimnisvolle Kraft des Kami der Kissen in Izumisano persönlich erleben?

Von ando