Das Kyūfu Jinja (gelesen Furufu Jinja) befindet sich in Oimachi, Izumi-shi, Präfektur Osaka. Auf den ersten Blick mag es wie ein ruhiger, lokaler Schutzgott wirken, doch in seinem Namen „Kyūfu“ (gelesen Furufu, was „ehemalige Verwaltungshauptstadt“ oder „alte Präfektur“ bedeutet) verbergen sich eine grandiose Geschichte und ein Geheimnis, die mit der Entstehung der Provinz Izumi in Verbindung stehen. In diesem Artikel beleuchten wir den Charme dieses alten jinja, das nur Kennern bekannt ist.
Grundlegende Informationen zum Furufu Jinja
Standort: Oimachi 2-12-1, Izumi-shi, Präfektur Osaka
Gottheiten: Susanoo-no-Mikoto, Kushinadahime-no-Mikoto
Geschichte: Es ist ein Shikinaisha, das im Engishiki Jimmeichō (einer historischen Liste von Jinja) aufgeführt ist und daher einen sehr hohen Rang genießt.
Der Name „Kyūfu“ und das Rätsel der verlorenen Provinzhauptstadt
Die größte Attraktion dieses jinja liegt in seinem Namen. „Kyūfu“ (Furufu) bedeutet „alte Provinzhauptstadt“ (Kokufu oder Verwaltungssitz).
Die gängige Theorie besagt, dass die Provinzhauptstadt von Izumi im heutigen Fuchu-cho, Izumi-shi (um den JR-Bahnhof Izumi-Fuchu) lag. Doch der Überlieferung des jinja und lokalen Legenden zufolge heißt es: „Vor Fuchu gab es hier eine Provinzhauptstadt.“
Das bedeutet, dass dieser Ort möglicherweise das „erste Zentrum“ der Provinz Izumi war. Warum wurde die Provinzhauptstadt verlegt? Und warum wurde dieser Ort ausdrücklich als „alt“ bezeichnet? Es gibt keine eindeutigen Aufzeichnungen, und unter den Fans der alten Geschichte wird dies als „das Geheimnis der Provinz Izumi“ weitererzählt.
Tiefe Verbindung zur legendären weißen Füchsin Kuzu-no-Ha
Das Gebiet, in dem sich das Furufu Jinja befindet, wird seit langem als Teil des Shinoda-no-Mori (Shinoda-Wald) betrachtet. Der Shinoda-no-Mori ist berühmt für die Legende der weißen Füchsin Kuzu-no-Ha, die als Mutter des legendären Onmyoji (Wahrsagers/Exorzisten) Abe no Seimei gilt.
Rund um das jinja gibt es zahlreiche Orte, die mit dem Gedicht in Verbindung stehen, das Kuzu-no-Ha beim Verschwinden hinterlassen haben soll: „Wenn du mich vermisst, komm und suche mich hier im Shinoda-no-Mori von Izumi, wo Kuzu-no-Ha in den Tiefen der Ranken auf dich wartet.“ Das Furufu Jinja selbst liegt am Eingang dieses tiefen Waldes, der Schauplatz der Legende ist. Im jinja herrscht eine geheimnisvolle und stille Atmosphäre, in der man meinen könnte, ein Fuchs könnte jederzeit erscheinen.
Hintergrund: Der Stolz eines von Einheimischen bewahrten Shikinaisha
Tatsächlich gab es in der Meiji-Zeit eine Phase, in der das jinja beinahe mit einem benachbarten jinja zusammengelegt (Gōshi – die Zusammenlegung mehrerer jinja zu einem einzigen) worden wäre. Doch aufgrund des starken Wunsches und des Glaubens der Anwohner wurde es an diesem Ort als unabhängiges jinja bewahrt.
Auch heute noch vermittelt das gepflegte Gelände, obwohl es keine auffälligen Verzierungen gibt, den Eindruck, dass die Einheimischen diesen Ort als ihre „Wurzeln“ schätzen.
Pilgerinformationen: Abe no Seimei und Sousei no Onmyoji
Da in dieser gesamten Region die Geburtslegende von Abe no Seimei angesiedelt ist, ist sie für Fans von Werken, die sich mit Onmyoji befassen, zu einem heiligen Ort geworden.
Besonders im beliebten Manga und Anime Sousei no Onmyoji (Twin Star Exorcists) tauchen „Kuzu-no-Ha“ und „Abe no Seimei“ als wichtige Schlüsselwörter der Geschichte auf. Das Furufu Jinja, das einen starken historischen Hintergrund des Shinoda-no-Mori-Gebiets bewahrt, das als Motiv für die Kulisse des Werkes diente, kann als ein verborgener, wichtiger Ort betrachtet werden, um die Welt des Werkes tiefer zu erleben.
Tipps für den Besuch
Das Gelände ist sehr ruhig und von Bäumen umgeben, sodass man auch im Sommer eine kühle Luft spüren kann. Obwohl es etwas vom Bahnhof Izumi-Fuchu entfernt liegt, empfiehlt es sich, es als Wanderweg zu besuchen, um die Legende des Shinoda-no-Mori zu erkunden und über die alte Provinzhauptstadt nachzudenken.
Obwohl es etwas abseits der großen historischen Bühne liegt, lässt das Furufu Jinja den „Ursprung“ der Provinz Izumi spüren. Es ist eines der bedeutendsten alten jinja Osakas, das Liebhaber von Mysterien unbedingt einmal besuchen sollten.
Zugehörige Links und Referenzen
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